BEWERTEN
 

The Prodigy

»Music For The Jilted Generation«

[XL Rec. / INT / VÖ: 13.11.2000 ]

Text: Autor unbekannt

Nach dem ersten Hören von PRODIGYs zweitem Album war ich ein bißchen enttäuscht. Das Vorab-Tape war abgelaufen, und ich hatte keinen richtigen Hit, keinen Hammer wie 'Jericho' oder 'Out Of Space' vom letzten Album ausmachen können. Ich legte das Tape erstmal beiseite und kümmerte mich um andere Sachen. Aber nach ein paar Tagen dachte ich, eigentlich sollte man THE PRODIGY eine neue Chance geben und hörte mir das Tape nochmal an. Und da - diesmal kommt mir fast jedes Stück wie ein Hit vor - und erst jetzt bemerke ich so richtig, wie verschieden die neuen Songs sind. Sicher, der Einstieg 'Break & Enter' ist ein Track, wie man ihn von Liam Howlett und seiner Tanzclique erwarten konnte.

Aber gleich Stück Nr. 2 wartet mit einer Überraschung auf: POP WILL EAT ITSELF steuerten Gitarren bei. Und so hat jedes Stück seine Eigenarten und Überraschungen, sei es 'Voodoo People' (wiederum mit lärmenden Gitarrensamples), 'Poison' (eine geniale Kombination von Techno und HipHop) oder der zurückhaltende 70er-Funk von '3 Kilos'. PRODIGY haben sich offensichtlich weiterentwickelt - und sind trotzdem noch sie selbst geblieben. Eine grandiose Platte. Ach ja, im nächsten Heft gibt es eine ausführliche PRODIGY-Story, die Du nicht versäumen solltest.



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