Doc Wör Mirran
»The Gylsboda Snake«
[Musical Tragedies / EFA]
Text: Autor unbekannt
Eigentlich bin ich ein Freund musikalischer Skurrilitäten und stehe jedweder klanglichen Bizarrerie durchaus aufgeschlossen gegenüber, doch die beiden vorliegenden Produktionen möchte ich in einer immer diffuseren, gerade deshalb um Klarheit im (politischen) Lied ringenden Welt als geschmäcklerischen Kulturkack entlarven. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen ich als Schreiber von elitär-dilettantischen Artzines alles unkritisch abfeierte, was im Mäntelchen bemühter Unkonventionalität und schriller Dissonanz daherkam. Heutzutage beeindruckt mich hingegen nicht mehr die Historie einer Combo wie DOC WÖR MIRRAN, die sich als Gesamtkunstwerk, bestehend aus Muzaike - Malerei - Skulptur sowie Dichtung betrachtet und damit letztendlich doch nur ihren anachronistischen Avantgardeanspruch als goldene Kuh ihrer eigenen Genialität feiert.
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