BEWERTEN
 

Velvet Belly

»Little Lies«

[dBut / EFA / VÖ: 22.04.1994 ]

Text: Autor unbekannt

VELVET BELLY Ist schon komisch, wie Umweltbedingungen Soundfarben beeinflussen können. Ganz stark aufgefallen ist mir das beim regenverhangen oder eingeschneit wirkenden Zweitling von VELVET BELLY aus dem norwegischen Kristiansand. Aber auch der Tatsache, daß der südliche Küstenstreifen des skandinavischen Landes, an dem die Heimatstadt des Soft-Mystery-Pop-Quartetts liegt, schon mal hier und da sonnendurchflutet wird, tragen die elf Kompositionen auf 'Little Lies' duchaus Rechnung. Der Sound setzt sich dieser Sachlage gemäß aus einem Konglomerat von schwebenden, 4AD-Pop-geprägten-Strukturen mit Luft-bringenden Gitarrensalven zusammen. Die frühen COCTEAU TWINS und DEAD CAN DANCE mögen hier als Leitfiguren hergehalten haben.

Zu diesen Einflüssen gesellen sich im weiteren Verlauf des Geschehens eigenständig erarbeitete, an manchen Stellen unterkühlt und gebirgswasserklar wirkende, zeitweise geradezu samisch-schamanistisch anmutende Stimmungslagen. Zusammen hat das an manchen Stellen auf mich die Wirkung wie nach einem Give-me-sweet-little-lies-Tranceformationsmuster gefertigt. Alles irgendwie unwirklich-ursprünglich, stets autochthon und äußerst charmant. Du, der Hörer, willst es ja nicht anders.



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