BEWERTEN
 

Senser

»Stacked Up«

[Ultimate / Polidor / VÖ: 10.05.1994 ]

Text: Autor unbekannt

Wieder mal Lust auf eine nette Portion Metal/HipHop-Crossover? Wenn ja, dann sollte Euch nichts von dieser hervorragenden CD abhalten. Zwar schreit es im Moment aus allen Ecken und Enden dieser Republik 'Crossover!', doch die achtköpfige Formation aus London bringt mehr als Hausmannskost im Stile der lächerlichen 'Nigger'-CLAWFINGER oder HEADCRASH! Warum können sich SENSER vom Brei der heute so modernen wie auch abgelaschten Metal/HipHop-Geschichten abheben? Zwar verarbeitet auch das Londener Multi/Kulti-Projekt das genretypische Metal-Instrumentarium, ergänzt dieses jedoch hier und da intelligent durch Percussions. Die Rap-Vocals werden erfreulicherweise durch Backgroundgesänge angereichert, deren Erzeugerin anscheinend bei OFRA HAZA Unterricht genommen hat.

Doch SENSER hat noch mehr zu bieten, so vermutet man hier und da leichte Reggae-Tupfer oder auch pure Dancehall-Atmosphäre, wobei dann der Schwerpunkt weniger auf Distortion-Gitarre oder Metal-Drums liegt, sondern auf Percussions, wummerndem Bass und dominanten Lyrics. Dancefloor-Ethno-HipHop meets Metal! Eine der wenigen Platten der Saison, die den Begriff Crossover wörtlich nehmen und nicht nur an zu oft gecoverten Elektro/Gitarren-Adaptionen hängen bleiben. Mein ganz persönliches Spektakel!



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