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»Encyclopedia«
[IRS]
Text: Autor unbekannt
'Bless the music - negro music it's here for all, so you must choose it.' (Q-TIP 'youthful expression', 1990)
Die Essenz dieser Worte deutet an, daß HipHop als musikalisches Konzept universell ist und somit überall 'funktionieren' kann. Daß dem auch so ist, beweisen EASY BUSINESS mit 'Encyclopedia' und setzten damit hierzulande neue Maßstäbe im HipHop. Eine so solide Produktion habe ich bisher noch nicht vernommen. Die technischen Mittel werden sehr bewußt und ausgiebig umgesetzt. Die Musik präsentiert sich als dichte Collage, die eingespielten Instrumente, vom Kontrabass bis zum Glockenspiel, sind fein aufeinander abgestimmt und erreichen mit dem Beat, den Samples und anderen Geräuschen eine unglaubliche Authentizität.
In allem thront der Jazz, der in vielfältiger Art und Weise verarbeitet wird. Die Stilbreite geht vom zuckersüßen Liebeslied ('Top Priority') bis zum beinharten Hardcoretrack ('We Passed The Past'). Dem naheliegenden und positiven Vergleich zu A TRIBE CALLED QUEST oder LORDS OF THE UNDERGROUND muß folgendes hinzugefügt werden: HipHop ist selbstreflektierend und operiert mit vorgefundenem Material. Ein Sample ist also weniger ein geistiger, musikalischer Diebstahl als vielmehr ein historischer Querverweis, eine Respektbezeugung und eine Rekontextualisierung ('Brecht und HipHop' von K. Walter in 'die Beute', 2/94). Wie schon erwähnt, ihr Konzept ist stimmig, und sie tun gut daran, ihre Reime in englisch vorzutragen.
EASY BUSINESS haben ihre persönliche Ausdrucksform und Geschichte innerhalb des HipHop entwickelt. Findet es heraus und laßt Euch ihre Geschichten und Inhalte erzählen. Denn, wie sie selber in 'Check The Flavor' sagen, 'you gotta make up your own mind!!!' - für mich eindeutig der flavour of the month. Much respect!
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