BEWERTEN
 

M.I.R.V.

»Cosmodrome«

[Mammoth / RTD / VÖ: 07.12.1993 ]

Text: Autor unbekannt

Das Label mit dem etwas anderen Geschmack legt uns hier eine Veröffentlichung ans Herz, die für den 'normalen' (?) INTRO-Konsumenten vielleicht etwas ungewohnt klingt. Die Mammut-Produkte sind nämlich weniger auf Posermodalität oder Headbangtauglichkeit ausgerichtet als mehr auf artifizielle Vielseitigkeit. Genug der langen Worte, zur Sache: Sicher, sicher, bei einigen Songs wie 'Hocus Pocus Ding Dong' kann M.I.R.V. seine einschlägigen Erfahrungen in der Metal-Funk-Combo PRIMUS schlecht verbergen. Zu groovig rollend ist die Bassführung und zu messerscharf sind die darüber gelegten Gitarrenlicks. Aber 'Cosmodrome' ist kein stumpfes Plagiat, sondern eine modernistische Musikrevue mit ungewöhnlich lauter Musik, deren Plot sich um einen einsamen, verstoßenen Jungen und seine Gitarre dreht.

Avantgardistischer Krach mit Niveau, irgendwo zwischen ZAPPAesken Denkmodellen, Hip'n'Hop-Strukturen und manischem Kreuzüber-Gebrate.



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