BEWERTEN
 

Hole

»Live Through This«

[City Slang / EFA / VÖ: 12.03.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Nicht nur, daß HOLE gleich auf dem ersten Titel dieses Magazins verewigt wurden und mindestens 1/4 der Redaktion noch heute voller Stolz auf gerade diese Seite des im November '91 erschienenen Druckwerks starren läßt; und nicht nur, daß Courtney Love, die(!) derzeitige Frauenrechtlerin in Sachen Rockmusik und eine gestandene Frontfrau einer längst 'ordentlichen' Rock'n'Roll-Band geworden ist; nein, vor allem der Erwartungsdruck machte mich auf dieses Album derart neugierig. Und spätestens nach dem zweiten Hören bin ich mir sicher, daß HOLE neben der seltenen '3 Frauen & 1 Mann-Besetzung' (die Rhythmusfraktion wurde übrigens ausgetauscht) auch die Erfolgsaussichten mit den BREEDERS gemein haben.

'Live Through This' schafft Konturen, ohne die Melodien zu vernachlässigen, erscheint diszipliniert, ohne auf die liebgewonnene Sprödigkeit zu verzichten und ist alles in allem PUNK'N'ROLL mit Großbuchstaben. Und Hits haben sie vielleicht mal auf Lager. Da wären sowohl die geradezu schockierend perfektioniert dosierten Geradeausdrescher 'Violet' und 'Plump' (hast Du dieses Riff gehört?!) wie massig verzückende Momente in 'Asking For It', 'Doll Parts' oder 'Softer, Softest'. Die wohltuende Mischung beider Stimmungsbilder tut dabei ihr übriges. Bleibt noch zu erwähnen, daß Paul Q. Kolderie, Sean Slade, Scott Litt und J. Mascis vorzügliche Arbeit bei Produktion und Mix vollbrachten. Reicht das etwa nicht?



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