BEWERTEN
 

Monkeeman

»Burn To Shine«

Text: tine plackmann, tine plackmann

CD / www.dandyland.de

Monkeeman ist nicht unbedingt der Name der Band, deren T-Shirt ich im Sommer tagein, tagaus tragen möchte, auch wenn das Alter Ego des Monkeemans auf dem CD-Cover aussieht wie das Äffchen von Paul Frank. Und wenn dann der Pressetext über Monkeeman auch noch verlauten lässt, dass seine Musik gerne auf WDR2 gespielt wird, Mastermind Ralf Lübke mit seiner ehemaligen Band The Colour Red mit Fury In The Slaughterhouse tourte und seine Discografie als Songwriter und Studiomusiker unter anderem auch eine Mitarbeit bei Elton John aufweist, befremdet mich all das persönlich eher, als dass es mich wahrhaft neugierig werden lässt.

Nun ist es aber langsam Zeit für das große Aber, denn: Monkeeman ist nichtsdestotrotz richtig gut. So gut, dass man über all diese geschmacklichen Nichtigkeiten in aller Ruhe hinwegsehen darf. Denn die Musik, die auf ›Burn To Shine‹ geboten wird, ist qualitativ hochwertige Popmusik für die breitere Zielgruppe. Nichts für den trendy Indie-Nerd, aber dafür wird der gut produzierte Sound bestimmt mehreren anderen Ohren schmeicheln. Produziert wurde ›Burn To Shine‹ nämlich von keinem Geringeren als Patrick Majer, der seinerseits schon Wir Sind Helden mit unzugänglicherer Musik hinauf in die Höhen des Pop-Olymps half. Nun kommt Monkeeman etwas poppiger und auf Englisch daher und beweist, dass Indie-Labels wie Dandyland auch in der Lage sind, Musik für die Masse anzubieten. Jetzt muss die nur noch erreicht werden.



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