Sutcliffe
»Kopfkino«
Text:
Vanessa Romotzky
Benannt hat sich die Band aus Nürnberg nach dem jung verstorbenen Ex-Beatle Stuart Sutcliffe. Eine weitere Referenz an die Pilzköpfe findet sich im Songtitel \\"Dakota Building\\" - denn in ebendiesem wohnte John Lennon und wurde vor ihm erschossen. Doch das war es auch schon, keinesfalls gibt es auf \\"Kopfkino\\" Merseybeat zu hören. Um diese Platte richtig gern zu haben, sollte man Tequila wenigstens schon mal probiert und nicht gleich wieder ausgespuckt haben. Denn meistens sind die ambitionierten Instrumentalsongs von einem Wüstenflair getragen. Die Vorliebe für moderne Westernbezüge zeigt sich in so machen musikalischen Parts und in dem typischen Gitarrensound. Dann und wann darf es auch mal ein Akkordeon sein.
Ausbrüche aus diesem stilistischen Rahmen gibt es, wenngleich sie selten sind. Songtitel wie \\"The Mexican\\" verstehen sich natürlich von selbst, Erinnerungen an einen Tarantino-Film mit bekannter Tanzszene kommen auf. Lässig, schwül und bluesig - Sutcliffes Musik schafft vor allem Atmosphäre. Denn sie wissen, was sie tun.
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