US-Labelvereinigung RIAA
Hart: 1,9 Millionen Dollar für 24 Songs
22.06.2009, 11:35, Text:
Raphael Schmidt
[4 Kommentare]
Ob die US-Musikindustrie einfach abschrecken möchte oder nun tatsächlich regelmäßig zu solchen Maßnahmen greift wird sich noch herausstellen. Jedenfalls gab es kürzlich einen Urteilsspruch gegen die alleinerziehende Mutter von 4 Kindern Jamie Thomas-Resett. So muss sie 1,9 Millionen Dollar Strafe zahlen, letztendlich wegen 24 Liedern.
So lud Resett rund 1700 Musik Dateien herunter, lies allerdings besagte 24 in einem Ordner, der für alle Nutzer der Tauschbörse zugänglich war und ermöglichte so den Austausch. Die US-Labelvereinigung RIAA klagte bereits in einem ersten Verfahren, in welchem Resett "nur" 220.000 Dollar Schadensersatz zahlen sollte. Resetts Fall ist nur einer von knapp 30.000, in welchen sich aber anderweitig geeinigt wurde. So kamen viele andere Beklagte mit einer Geldstrafe von knapp 3.500 Dollar davon. Resetts Fall scheint ein Exempel zu sein, welches genutzt wird um die Musik-Piraterie abzuschrecken. Der Anwalt von Resett kündigte bereits Berufung an.
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Daniel Decker 23.06.2009 | 10:41:19
Soweit ich weiß sind die 24 nur stellvertretend für die 1700, da man nicht 1700 Fälle verhandeln wollte. Interessant ist dabei, dass u.a. Green Day einen dieser stellvertretenden Songs beisteuerten. Deren Meinung täte mich interessieren. So wie es aussieht kann die Dame aber durch eine Insolvenz der Strafe entgehen.
Albert_Brettermeier 23.06.2009 | 10:47:16
generation brettermeier
Und was sollte das ändern, wenn Green Day zB nicht einverstanden wären? Die haben doch bezüglich der Rechte an ihren veröffentlichten Songs nichts mehr zu melden.
IainForrester 23.06.2009 | 12:04:23
Meister
selbst im falle einer insolvenz wird das doch vermutlich eher auf eine haftstrafe hinauslaufen, weil insolvenz bedeutet in den usa ja schon lange nicht mehr, dass man die summe nicht doch irgendwie aufbringen muss.
mackepeter 23.06.2009 | 14:55:23
hier ist das letzte wort noch nicht gesprochen: US-Filesharing-Prozess: Berufung gegen Millionenurteil angekündigt
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