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Radiohead

Update: Remix-Differenzen

04.01.2008, 10:55, Text: Johannes Mihram
[8 Kommentare]

Ende letzten Jahres hatte der DJ Amplive seine 'Raindayz Remixes', eine Bearbeitung des Album 'In Rainbows' von Radiohead, zum freien Download ins Netz gestellt. Mitte Dezember flatterte dann ein Schreiben von Radioheads Verlag Warner/Chappell in sein Haus, in dem es hieß, er habe Remixe ohne Zustimmung angefertigt und solle bitte dafür zahlen. Amplive entfernte die Remixe daraufhin, eine Rest-Hoffnung hat er aber - schließlich glaube er nicht, dass es sich dabei um eine direkte Reaktion der Band handele: \\"I really feel if Radiohead's team was able to hear these...remixed songs, they would feel differently.\\"


Nachtrag: Jetzt hat sich der Manager Radioheads, Bryce Edge, via gigwise.com zu den Vorgängen geäußert. Danach befragt, was die Band von den Remixen halte, sagte er: \\"To be honest, I’m not sure the band have even heard it.\\"

Anschließend stellte er die Differenzen aus seiner Sicht dar: \\"A main problem was that he (Amplive) did a cut and paste of a photo of Thom and put it on his website which inferred he was involved in the project. When we heard that you had to send a confirmation email from W.A.S.T.E to get the album, we thought ‘That’s a bit naughty!’ It wasn’t a case of someone simply posting some remixes on a website, he was suggesting that the band were involved and that’s why the publishers decided to take this action. Amplive had never even come to the band telling them about his idea, which would have been nice. I know he had good intentions, but I just think he’s misled people.\\"

Er werde das Thema nächste Woche mit seinen Klienten besprechen und schlägt einstweilen vor: \\"I think what needs to happen is that he (Amplive) needs to make a statement on his website telling people that the album has nothing to do with Radiohead and he should advise them to listen to the album there.\\"



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  • hansmoleman 04.01.2008 | 15:03:38
    ...behaupte ich mal so.
    nicht weiter schade drum... so der brüller waren die remixe nicht.

    mal was anderes: wenn jemand 'nen remix oder 'ne coverversion auf seine seite stellen möchte, und er geht dabei den offiziellen weg (mit freigabe von der plattenfirma und gema), mit welchen kosten muss man da rechnen? und wie findet man denjenigen, der bei der plattenfirma für freigaben zuständig ist?

  • User: Stitch
  • Stitch 04.01.2008 | 15:24:41
    neoliberaler Verschwo:rer
    als mp3? mit immensen kosten. die gema moechte gerne einen bestimmten betrag pro durchgefuehrtem download haben, wie hoch der ist, ist mittlerweile verhandlungssache (war aber meines wissens mal 0,50 EUR). die plattenfirma duerfte an sich kein geld verlangen, bei einer "bearbeitung" braucht man aber die erlaubnis des rechteinhabers. eine "bearbeitung" unterscheidet sich von einer coverversion, die keine erlaubnis vorraussetzt, dadurch, dass sie "das original in einen anderen musikalischen zusammenhang stellt", was bei einem remix sicher zutreffen wird, aber auch bei sowas wie einer metal-coverversion einer jazz-ballade.

  • hansmoleman 04.01.2008 | 15:29:00
    ...behaupte ich mal so.
    vielen dank schonmal...
    mal angenommen, man streamt bloss und gibt die version nicht zum download frei... wie sieht's dann aus? und woher weiss die gema überhaupt, wie oft ein song gedownloaded wurde?

  • User: Stitch
  • Stitch 04.01.2008 | 15:40:06
    neoliberaler Verschwo:rer
    tjaaha, das ist so eine frage. wenn du das mit denen nicht vorher klaerst und beispielsweise anhand von server-logs nachweisen kannst, dann schaetzen die das.

    und was das streamen angeht, das ist fuer die gema dasselbe: es geht bei verwertungsgesellschaften wie der gema nun mal um "auffuehrungsrechte" und ein stream ist auch eine auffuehrung.
    ein anderes gema-abrechnungsmodell ist das pauschalisten-modell (im gegensatz zur titelbezogenen abrechnung), da bezahlst du einen (monatlichen/jaehrlichen) pauschalbetrag und damit ist alles abgegolten. darunter fallen zum beispiel kneipen und clubs, aber auch viva war frueher gema-pauschalist. ich denke nur, so mit einem remix auf einer website werden die dir keinen pauschalistentarif einraeumen.

  • hansmoleman 04.01.2008 | 15:54:07
    ...behaupte ich mal so.
    so was in der richtung hatte ich schon befürchtet... aber für den stream muss es doch auch 'nen eigenen tarif geben... wenn ich mich trällernd in die fussgängerzone stelle, kann ich ganz klar sagen, wie oft ich ein stück gespielt habe... beim stream geht das beim besten willen nicht... angenommen ich will das teil einfach nur auf meine myspace-seite packen, was ist denn dann?

    eigentlich kann man sowas wahrscheinlich nur sein lassen oder einfach machen und hoffen, dass nichts passiert... im falle von dj amplive, war es aber nicht schwer zu erraten, dass es da ärger geben würde... ach menno... alles scheisse!

  • User: Stitch
  • Stitch 04.01.2008 | 16:02:15
    neoliberaler Verschwo:rer
    meine informationen sind allerdings auch ein paar jahre alt, mag sein, dass sich auf gema-seite da mittlerweile was getan hat und die feste tarifmodelle fuer solche faelle haben (ich glaubs ehrllich gesagt, bei den erfahrungen, die ich mit dem verein gemacht habe, nicht).

    und im uebrigen: das geht beim stream eben schon, wenn du einen eigenen streaming-server oder zumindest einen seperaten dienst dafuer auf deinem server hast. da wird schon alles mitgeloggt und ist hinterher auch nachweisbar...

    wenn du etwas auf deine myspace-seite packen willst, dann musst die betreffende datei ja auch irgendwo gehostet werden. und da, wo sie gehostet ist, von dort wird sie dann ja auch abgerufen. laesst sich alles mitloggen und nachweisen.

  • hansmoleman 04.01.2008 | 16:28:50
    ...behaupte ich mal so.
    da geht's dann wieder los... kostet das dann weniger pro zugriff als beim download? wie siehts aus, wenn nach 30 sek der besucher schon wieder weg ist - zahlt man dann trotzdem den vollen betrag?

    es ist zum verrückt werden... auf der gema-seite gäbe es ja die möglichkeit, eine hintergrundmusik für seine eigene website anzumelden. wäre auch nicht teuer (25 eur/ jahr, bzw. bis jahresende). einziger haken: gilt nur bis 2000 zugriffe... aaargh! was soll das denn bitte sein???

 
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