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Die Spiele können beginnen

Mark Ronson produziert für Coca Cola

17.01.2012, 13:06, Text: Jens Rübsamen

Diesen Sommer finden in London zwischen dem 27.7. und 12.8. die dreißigsten Olympischen Sommerspiele statt. Mit Mark Ronson konnte der Hauptsponsor Coca Cola einen besonders profilierten Musikproduzenten für seine Kampagne gewinnen. Intro traf Ronson und seine Sängerin Kathy B Ende 2011 exklusiv in London.

»Move To The Beat« heißt der Song, den Mark Ronson für Coca Cola gebastelt hat. Und gebastelt trifft es wirklich. Das Stück ist aus mehr als 400 verschiedenen Samples entstanden, die Ronson mit vier Olympischen Sportlern in bester Field Recording Tradition bei deren Training aufgenommen hat. Eine Arbeitsweise, die der Londoner so selbst noch nicht kannte, die »sich aber bestimmt auf mein nächstes Album auswirken wird.« Zur Vorbereitung hatte er sich durch aktuelle Field Recrodings von Leuten wie Matthew Herbert durchgehört, vor allem schöpfte er aber aus seinem langjährigen Faible für die originären Field Recordings der 1930er Jahre.


Zusammengearbeitet hat Ronson mit dem Tischtennisspieler Darius Knight, der 400m-Sprinnterin Kseniya Vdovina, dem 100m-Hürden-Läufer David Oliver und dem Bogenschützen Dayyan Jaffar. Bei letzterem verwendete er beispielsweise 20 Mikros, mit denen vom Aufschlag des Pfeils auf der Zielscheibe bis zum Rückstoßgeräusch des Bogens alles aufgenommen wurde; unter anderem bastelte Ronson dann »eine Bass Drum, die wie eine Kick Drum von alten Missy Elliott und Timbaland Produktionen klingt.«

Allein die Auswahl der einzelnen Aufnahmespuren war schon eine Zumutung, erzählt Ronson, der zwischen Mai letzten Jahres und Dezember an dem Stück gearbeitet hat – und anmerkt, dass die Arbeit mit dem einen fertigen Songs nicht abgeschlossen ist, da peu a peu internationale Versionen erscheinen sollen, die jeweils landestypische Elemente aufgreifen: geplant sind beispielsweise eine japanische und eine mexikanische Version. Und er sei sehr gespannt, was dabei so rauskomme. Denn wenn er eines bei dem Projekt bislang gelernt habe, dann dass nichts so kommt wie er es erwartet. Ging er zu Beginn im letzten Mai noch von einer schnellen Produktionen aus, für die er auf Sample-Cds und rasch eingespielte Tennis- und Basketballgeräusche zurückgreift – was »furchtbar langweilig klang« -, so veränderte sich der Aufnahmeprozess durch die Involvierung der Sportler massiv. Zum einen kam eine extrem intensive Austauschkomponente hinzu, die er so noch nicht kannte, zum anderen blühten die Sounds plötzlich in »einer echten Dreidimensionalität« auf. Die wichtigste Veränderung zum Start: Mit Kathy B kam eine Ronson ebenwürdige Sängerin zum Projekt hinzu. Die gebürtige Londonerin hat zwei rasante Jahre hinter sich, die sie aus der Dubstep-Nische mitten rein in das große Popspektakel gebracht haben. Ronson kannte sie zuvor nicht, erzählt die Anfangzwanzigerin, man habe aber schnell bemerkt, dass man »erstklassig zusammenpasse.«

Das Resutat gibt es an dieser Stelle zu sehen und zu hören


Für einen Blick hinter die Kulissen geht es hier entlang



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