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In Bayern kann Rammstein noch punkten

Kein Konzert am Totensonntag: Tanzverbot revisited

24.10.2011, 15:26, Text: Carsten Schumacher

Augen auf beim Booking, im Kirchenstaat Bayern kann an Kirchenfesten nach Lust und Laune abgesagt werden. Auf diese Weise können sogar Rammstein nochmal anecken.

In der Popkultur längst arrivierte Folklore, haben konservative Staatsorgane immer noch ein Auge auf Rammstein (Foto, Abbildung ähnlich) als Band, die dringend Aufmerksamkeit benötigt. Zum letzten Album gab’s Extra-Promotion von der Bundesprüfstelle, der Boulevard hakte sich unter und lief mit. Nun ist es die Stadt München, der der Vorverkauf des kommenden Rammstein-Konzerts offenbar nicht zufriedenstellend genug verlief.


Wo jenseits des Weißwurstäquators niemand auf ein in der Jugendkultur stets werbewirksames Verbot hoffen darf, erweisen sich bajuwarische Behörden als gewissenhafte und verlässliche Flankierer der Provokation. Rammstein am Totensonntag (20.11.) sei nicht angemessen – das Feiertagsgesetz macht‘s möglich. Wirtschaftsförderung mal anders, besser als jede Radioquote.

Nun gibt es im Veranstaltungskalender von München natürlich ein Loch, das wir so nicht lassen können. Bevor wir den Eventnotstand ausrufen und zur basisdemokratischen Abstimmung nach Schweizer Modell freigeben, hier eine Top10 der Suggestionen, wer München am Totensonntag eine große Freude bereiten könnte:

  1.    Tot-o
  2.    The Grateful Dead
  3.    Body Count
  4.    Cannibal Corpse
  5.    Erdmöbel
  6.    Grave Digger
  7.    Skeletons
  8.    Death SS
  9.    Dead Can Dance
10.    Ghost

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aus Intro #197 (November 2011)
 
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