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So war der Tatort gestern

»Das erste Opfer«: Kehrwochenendausklang

10.10.2011, 07:20, Text: Peter Flore, Foto: SWR
[6349 Kommentare]

Wir blicken zurück auf den gestrigen Krimiabend: Peter Flore widmet sich montags immer dem neuesten »Tatort«.

Julie, Helen, Barry und Ray begießen den Umstand, daß man nun den provinziellen Mief hinter sich zu lassen und Karriere in den Metropolen zu machen gedenkt. Einer solchen Karriere könnte allerdings ein Mord im Wege stehen, und genau den begeht das Quartett, als man nach der Party betrunken dahinrasend einen Passanten plättet. Aber es hat ja keiner gesehen. Oder etwa doch? Als die Übeltäter im nächsten Sommer wieder zusammenkommen, lichtet eine geheimnisvolle Mordserie ihre Reihen...


Soweit die Inhaltsangabe des seinerzeit beliebten Teenie-Slasher-Meilensteins »Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast«. Knapp 14 Jahre später hat dessen Drehbuch nichts von seiner ursprünglichen Faszination verloren, jedenfalls nicht bei den grauen Herren vom SWR, weshalb sie den einmal bewährten Stoff einfach gekonnt in die schwäbische Metropole Stuttgart verlegen. Dort ist es zwar auch nicht mehr 1997, das Jahr, in dem junge Leute beim Besoffen-nach-Hause-fahren noch laut The Prodigy im Auto hörten, aber im Ländle ist man offenbar dankbar für alles, was einem den Kehrwochenendausklang versüßt.

Der Stuttgarter Tatort »Das erschte Opfer« um die Indieboys Lannert und Bootz (Richy Müller und Felix Klare) erfüllt den uralten Menschheitstraum von routinierter No-Brainer-Unterhaltung am Sonntagabend folgerichtig sehr gekonnt, konsequenterweise hat man sich auch nicht nur beim Drehbuch sondern auch gleich im Kostümschrank der Hollywood-Vorlage bedient, jedenfalls meint man im gleißenden Scheinwerferlicht zu Anfang die Umrisse eines Fischermantels zu erkennen. Immerhin: So eine amtliche Hinrichtung mit einem Bagger hat man selten gesehen. Und bevor man beim SWR in den Verdacht gerät, die kompletten Gebührengelder in den Kopierer gesteckt zu haben, überrascht man wenigstens mit einer netten Auflösung, bei der der Täter für seinen sorgsam inszenierten Rachefeldzug nicht nur bis nach der Prodigy-Reunion warten sondern als weitere Hürde das Auswahlverfahren der örtlichen Polizeidienststelle durchlaufen musste.

Das sagt das Forum:

Legoland

»Durch und durch langweilig. Schlecht gespielt. Buch voller logischer Fehler. Völlig unlustige Sidekicks. Ein ganz normaler Tatort eben.«

Zum Thread


Nach dem Motto »Besser gut kopiert als schlecht erfunden« geht der neuerliche Tatort aber immerhin insofern als ordentlich durch, als dass man sich nicht 90 Minuten lang ärgern muss. Einen Bonuspunkt gibt es zudem für die Personalie Heiko Westermann, dessen lebensechter Namensvetter dadurch nur noch verdächtiger wird...

Nächsten Sonntag (16.10.) ermitteln in »Das schwarze Haus« wieder die Bodensee-Bullen Blum und Perlmann. Am besten jetzt schonmal Kaffee aufsetzen.

Den aktuellen »Tatort« kann man noch bis nächsten Sonntag in der ARD Mediathek anschauen, aus Jugendschutzgründen allerdings nur zwischen 20 und 6 Uhr.

»Will denn niemand was zum gestrigen Tatort schreiben?«:
Im Forum diskutieren Intro-User über vergangene und aktuelle Tatorte.

Alle Texte zum Thema »So war der Tatort gestern« unter
www.intro.de/spezial/sowardertatort.

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Der Tatort war...






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  • marco fuchs 09.10.2011 | 21:46:00
    immer mensch geblieben
    Warum hat der Vater der Überfahrenen denn die Schuld auf sich genommen? Check ich nicht.

  • User: mtrbrt
  • mtrbrt 09.10.2011 | 21:54:40
    die geschichte ohne o
    via tatort-seite auf facebook: "Der Track von Prodigy kam 1997 raus, vor 15 Jahren war es aber 1996."

    das mit vater raff ich auch nicht.

  • marco fuchs 09.10.2011 | 21:57:45
    immer mensch geblieben
    Erklärungsversuch: Er hat gestanden, weil er wollte, dass der richtige Täter noch den letzten Mord begehen kann. Hmpf.

  • User: Peter Flore
  • Peter Flore 09.10.2011 | 22:15:19
    Köstlich
    Och joa, typischer Teenie-Slasher-Plot, halbwegs langweilig, aber immerhin nicht dümmlich umgesetzt. Schulnote: 3.

  • User: Legoland
  • Legoland 09.10.2011 | 22:26:50
    Legolize it!
    Durch und durch langweilig. Schlecht gespielt. Buch voller logischer Fehler. Völlig unlustige Sidekicks. Ein ganz normaler Tatort eben.

  • call me eldo 09.10.2011 | 23:15:41

    klassischer tatort. gut gespielt. recht spannend. bestes ermittler-duo. 8/10

  • call me eldo 09.10.2011 | 23:16:42

    und fuchs hats geschnallt. wurde doch sogar erwähnt. also hat er doch nur gut zugehört...

  • marco fuchs 10.10.2011 | 11:10:29
    immer mensch geblieben
    hab ich gar nicht gehört. aber dann geil auf der tatort-facebook-seite recherchiert.

    gute schauspieler, brutal erwartbares ende.

  • User: mackepeter
  • mackepeter 10.10.2011 | 21:27:45

    ach, war schon wieder sonntag!?

  • User: nachonils
  • nachonils 11.10.2011 | 08:10:14
    arty arty kunstkritik
    Mein Arbeitskollege dem ich schon seit längerem einen schlechten Muikgewchmack attestiere fand den Tatort "superbrutal" - seit dem hab ich meine Meinung geändert - er hat überhaupt keinen Geschmack!

  • User: nachonils
  • nachonils 11.10.2011 | 08:10:18
    arty arty kunstkritik
    Mein Arbeitskollege dem ich schon seit längerem einen schlechten Muikgewchmack attestiere fand den Tatort "superbrutal" - seit dem hab ich meine Meinung geändert - er hat überhaupt keinen Geschmack!

  • User: nachonils
  • nachonils 11.10.2011 | 08:11:47
    arty arty kunstkritik
    Mein Arbeitskollege dem ich schon seit längerem einen schlechten Muikgewchmack attestiere fand den Tatort "superbrutal" - seit dem hab ich meine Meinung geändert - er hat überhaupt keinen Geschmack!

  • User: ms_bumblebee
  • ms_bumblebee 12.10.2011 | 12:08:27
    shredds, grates, grinds, slice
    ich hab mir gestern mit verspätung noch den kölner gen-tech-tatort angeschaut (tom schilling und die stimme der blonden brüste waren unerträglich) und habe mich doch einigermaßen gewundert, was für eine vorstellung die drehbuchautoren / ausstatter / set-designer davon haben, wie leute mit uni-jobs so leben. die feschen lofts, autos und kunstsammlungen lassen sich mit wimi-gehältern wohl eher nicht bestreiten. aber vielleicht ist das bei genetikern ja alles ganz anders, big pharma-business und so...

  • User: RadeBrecht
  • RadeBrecht 12.10.2011 | 14:32:37
    Danke, Sie können rühren.

    Die Fußballhauptstadt bekommt einen eigenen Tatort.


    Und ich dachte schon: Hä, wieso? München hat doch bereits einen Tatort.

  • User: Oli Scratch
  • Oli Scratch 16.10.2011 | 10:45:04
    Fortunist
    Nicht das es nachher heißt,ich hätte Euch nicht gewarnt:heute Abend besteht akuter Hannes-Jaenicke-Alarm!

  • slushpuppy 16.10.2011 | 21:51:05

    Der hatte doch einige Zutaten, die ein guter Tatort braucht. Cooler Komissar (der Bub), ne schöne junge Frau und Spannung bis zum Schluß. Habe schon schlechtere gesehen. Kleiner Tipp an die Maske: trockene Lippen bei Männern nicht zupudern, Nivea hilft.

    Editiert von slushpuppy am 16.10.2011 21:51:37

  • User: Legalman
  • Legalman 17.10.2011 | 00:32:09
    Rotweintrinker
    Also, wenn es nicht diesen doofen Überbau mit dem Meta-Krimi gegeben hätte und wenn da nicht dieser völlig unglaubwürdige und beschissen gespielte Showdown im Bootshaus gewesen wäre, dann wär es fast ok gewesen so für Konstanzer Verhältnisse ...

  • call me eldo 17.10.2011 | 08:19:45

    das war doch einer der echt guten in diesem jahr!!? intro-forum steht auch nicht mehr für qualität??? schons? cma? jochen? wo seid ihr?

  • User: nachonils
  • nachonils 17.10.2011 | 11:50:23
    arty arty kunstkritik
    schlimm mit anzusehen wie Frau Blum immer Quarktaschenähnlicher wird. Da hilft auch die schicke Indie-Musen-Barfrau nicht

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