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Gegen Lars von Trier

Kratzen & Beißen: Die monatliche Hasskolumne

12.09.2011, 16:34, Text: Wolfgang Frömberg, Foto: Intro

Kaum einer kann es in Sachen Menschenverachtung mit dem Querulanten Lars von Trier aufnehmen. Eine Hasspredigt von Wolfgang Frömberg.

Die Musikszenen in Lars von Triers »Dancer In The Dark« waren nie als Hommage an Musicalfilme gedacht, in denen sich die utopischen Tanz- und Gesangseinlagen an einem Funken Hoffnung entzünden. Sie dienten als Sinnbild der Unmöglichkeit eines besseren Lebens. Zudem projizierte er wie nun erneut im aktuellen Film »Melancholia« seine eigenen Komplexe auf die weibliche Hauptfigur.


Diese Symptome ließen sich im Jahr 2000 noch als Versprechen auf irritierend schönes Kino der Zukunft interpretieren. Bessere Filme hätten in der Folge auch vergessen machen können, wie genüsslich und grausam von Trier das Scheitern der Hauptfiguren in »Breaking The Waves« und »Idioten« inszenierte. Doch längst produziert der Misanthrop die Kritiken, die er verdient: So schockte ihn die Nachricht, dass der norwegische Massenmörder Anders Breivik seinen kaltherzigen, anti-amerikanischen Rachefilm »Dogville« verehre.

Vermutlich wurmt ihn die Erkenntnis, wie gut der perfekt organisierte und gnadenlose Killer zum menschenverachtenden Regisseur passt, der beim Spielen die Regeln bestimmen will, um diese nach den wunden Punkten der Mitspieler auszurichten. Jeweils sehr ambitionierte Verwirklichungen niederster Machtfantasien, die jede Form von Schwäche verhöhnen.



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aus Intro #196 (Oktober 2011)
 
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