Gegen die Privatsphäre der Popstars! - Die monatliche Hasskolumne. Von Thomas Venker Artikelbild (groß)

Gegen die Privatsphäre der Popstars!

Die monatliche Hasskolumne. Von Thomas Venker

21.01.2011, 14:46, Text: Thomas Venker
[5 Kommentare]

Nicht Wikileaks war aus Pop-Sicht der große Datenzugriffsskandal Ende 2010, sondern die Geschichte von zwei Hackern aus NRW, die sich auf die Rechner diverser internationaler Popstars einloggten und dort unveröffentlichte Song-Demos fanden - nebenbei kamen sie so auch zur E-Mail-Korrespondenz und hier und da auch zu anderen privaten Dingen. Geglückt ist ihnen das unter anderem bei Ke$ha, Lady Gaga, Justin Timberlake und Kelly Clarkson.


Dank eines Trojaners. Tja, den sollte man haben. Wir braven Popjournalisten setzen ja auf legale Methoden und Promoter - wohin uns das aber bringt, sieht man wieder mal in dieser Ausgabe: Lady Gaga kommen wir auf Verordnung nicht näher als bis zur Watermarked-CD (Slang für die mit Wasserzeichen geschützten Muster, die an die Presse vorab verschickt werden).

Wenn überhaupt! Unsereins muss die Freunde der Popstars persönlich belästigen, um wenigstens irgendwas von ihnen zu atmen. Was die Popstars von ihrer Bockigkeit haben, hat sich nun allerdings gezeigt: Wie zu besten Russisch-amerikanische-Standleitung-des-Kalten-Kriegs-Zeiten mussten sie sich Hackern stellen. Der eine wollte für explizite Bilder von Ke$ha ein sogenanntes Shout-out, also die Nennung seines Namens (ein echtes Cleverle in Sachen Strafverfolgung), der andere versuchte, Demos bei Kelly Clarksons deutschem Fanklub zu verscheuern.

Mal ehrlich, da wären wir deutlich pflegeleichter: Wir wollen sie doch nur noch berühmter machen, ohne Shout-outs und Cashflow für uns. Also Ke$ha, Lady Gaga und Justin, mailt mir doch mal an venker@intro.de - Kelly, sorry, aber für dich haben wir hier leider echt keinen Bedarf.

Wohin mit dem Hass? Hierhin!
Unter www.intro.de/spezial/kratzenundbeissen wird monatlich gedisst, was das Zeug hält.



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aus Intro #189 (Februar 2011)
 
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  • Silo Tharrazin 23.01.2011 | 14:48:03

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  • User: snorej
  • snorej 23.01.2011 | 16:04:25

    ach, zu dem ganzen gedisse und bashing fällt mir nur ein:

  • ösel 23.01.2011 | 16:41:47
    Polterkowski & Söhne
    Der einzige Diss dieses nur etwa ein gutes halbes Jahr zu spät kommenden Textes besteht ja eigentlich in der Erwähnung Duisburgs und Wesels. Kämen die beiden Hacker aus Berlin oder Hamburg, wäre das dem Autoren wohl nicht weiter wichtig gewesen. Aber Duisburg und Wesel, das ist tiefster deutscher Elendsmuff, in den sich kein Lady Gaga hörender "Popjournalist" jemals freiwillig verirren würde. Und dass von da auch noch Hacker herkommen sollen, die Euch Heinis mild lächelnd vorführen, wie mans macht, also nee...

    Editiert von ösel am 23.01.2011 16:51:37

  • Silo Tharrazin 23.01.2011 | 16:53:40

    Eher ein halbes Jahrzehnt zu spät: E-Mail, Privatspäre, ich erinnere mich dunkel - damals, als es noch kein Facebook und Twitter gab.

    Editiert von Silo Tharrazin am 23.01.2011 17:00:21

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