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Musikhören 2.0

Online-Musikportal Simfy startet in Deutschland

04.05.2010, 11:33, Text: Peter Flore, Foto: simfy.de
[3 Kommentare]

Während das schwedische Start-up Spotify in Deutschland weiterhin an den schier unüberwindlichen GEMA-Hürden scheitert, schickt sich der deutsche Online-Streamingdienst Simfy an, die Musiknutzung im Netz endlich für alle Seiten legal und vor allem: attraktiv zu machen.

Ein Katalog aus bisher 6,2 Mio. Songs, der alle großen Majorlabels abdeckt, dazu schon rund 1,5 Mio. Nutzer deutschlandweit: Die Zahlen zum Start des nach Eigenaussage jetzt schon "führenden deutschen Online-Musikportals" Simfy können sich sehen lassen. Das Geschäftsmodell des deutschen Start-ups: In der kostenlosen und werbefinanzierten Variante fast unbegrenzter und legaler Zugriff auf das gesamte Simfy-Archiv (mit Ausnahme des Warner-Katalogs), in der Premium-Variante mit Flatrate für 9,99 € im Monat (6,99 € für Schüler und Studenten) sogar werbefrei, bei Online- und Offlinenutzung, z.B. mobil über iPhone und Android über zuvor erstellte Playlists. Möglich machen das Lizenzdeals mit allen großen Labels und der Verwertungsgesellschaft GEMA.


 Der Online-Musikdienst bietet alle Songs in voller Länge, man kann als angemeldeter Nutzer sowohl auf einzelne Songs zugreifen, als auch eigene Radio-Streams oder Playlists mit seinen Freunden tauschen, kurzum: Genau das, wofür das schwedische Modell Spotify steht, das in Deutschland allerdings im Gegensatz zu den USA, Großbritannien und dem Ursprungsland bisher nicht in die Gänge gekommen ist. Als Grund geben die Macher die finanziellen Hürden durch die deutsche GEMA an - diese scheint Simfy bereits erfolgreich gemeistert zu haben.

Die Meldung kommt scheinbar zur richtigen Zeit: Gerade erst hat Konkurrent und bisheriger Vorreiter iTunes seinen 2009 übernommenden Streamingdienst lala.com abgeschaltet, branchenintern rechnet man aber bereits mit einer zeitnahen Streamingversion des bisher so erfolgreichen Apple-Dienstes iTunes nach ähnlichem Modell. Gut möglich, dass dafür die Software-Bausteine des just aufgegebenen lala.com-Angebots herhalten müssen - immerhin soll ja auch im Sommer die vierte iPhone-Generation auf den Markt kommen.

Mit Simfy ist es nun auch in Deutschland erstmals flächendeckend möglich, Musik immer und jederzeit im Stream zu genießen. Das große Nutzerinteresse von vergleichbaren Diensten im Ausland zeigt, dass in einem solchen Modell die Zukunft für viele Musiknutzer zu liegen scheint. Zum heutigen Start des Angebots soll rund die Hälfte des Archivs bereits zur Verfügung stehen. Eine komfortable Desktop App soll ab Juni im Premiumbereich erhältlich sein. "Unser Musikstreaming-Angebot ist eine konsequent usergerechte Lösung für die Musikkultur 2.0. Das 'Hamstern' von Downloads wird nach unserer Einschätzung immer mehr zurückgehen. Warum soll der Musikliebhaber mühsam seine Festplatte vollpacken, wenn er immer und überall - zum Beispiel über iPhone - seine Lieblingsmusik hören kann?" erklärt Steffen Wicker, CEO von simfy, in einer Presseerklärung.

Mehr zu Simfy unter www.simfy.de



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  • User: Intro
  • Intro 04.05.2010 | 11:33:00

    Während das schwedische Start-up Spotify in Deutschland weiterhin an den schier unüberwindlichen GEMA-Hürden scheitert, schickt sich der deutsche Online-Streamingdienst Simfy an, die Musiknutzung im Netz endlich für alle Seiten legal und vor allem: attraktiv zum machen.

  • User: die konsum jugend
  • die konsum jugend 09.05.2010 | 13:35:46
    indie
    kurzum: Genau das, wofür das schwedische Modell Spotify steht, das in Deutschland allerdings im Gegensatz zu den USA, Großbritannien und dem Ursprungsland bisher nicht in die Gänge gekommen ist.

    in den usa steht der start auch noch bevor.

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