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Das waren die Nuller: 2002

Komm zum Casting

21.11.2009, 16:05, Text: Intro, linus volkmann, Foto: Elisabeth Moch

"Popstars", "Star-Search", "Super-Talent", "DSDS" ... Mit dem Castingshow-Boom bereitet das sogenannte Unterschichten-TV seine Zuschauer auf ein Jahrzehnt der Auslese vor, das letztlich in Sendungen wie "Deine Chance - 3 Bewerber, ein Ausbildungsplatz" mündet.

Zudem produziert die Casting-Maschinerie Fast-Food-Hitlieferanten (Mon'rose, No Angels, Thomas Godoj) und vor allem willfährige C-Promis (Ross Anthony, Mark Medlock, Daniel Küblböck, Dee).


Sex, Drugs & Castingshows
Markus Grimm gelangte 2004 in die "Popstars"-Siegerband Nu Pagadi, Martin Kesici war ein Jahr zuvor der legendäre "Kinnteufel" und Gewinner von "Star Search". Beide erlebten die wahre Härte des Castinggeschäfts. Ihre Erlebnisse erschienen gerade in dem Buch "Sex, Drugs & Castingshows" (Riva Verlag). Linus Volkmann fragte Markus Grimm:

Was stellt sich als die größte Illusion heraus, die man sich als Bewerber einer Castingshow im Vorfeld gemacht hat?
Die größte Illusion ist zu glauben, es hätte etwas mit Musik zu tun. Es geht nur um Quote und vorgefertigte Häppchen.

Habt ihr bereits Feedback bekommen von Protagonisten der Casting-Branche auf euer Buch?
Sehr viel sogar. Es melden sich viele Teilnehmer über Facebook o. Ä. und bedanken sich für unseren Mut. Letztens rief Nevio [bekannt von "DSDS"] an und sagte, er würde das Buch feiern.

Was war der beste, was der beschissenste Moment im Rahmen der Show für euch?
Der beste Moment war für mich das Finale - alles war laut, groß, und wir haben mit einer Liveband im Rücken gespielt. Das fühlte sich echt an. Der beschissenste Moment für mich war, als man mich beim Kotzen nach dem Sport gezeigt hat. Das ist abartig.

Wer im Buch bei euch beiden recht wenig stattfindet, ist die Jury. Die für den Zuschauer ja sehr präsent ist. Ist die im Endeffekt nur Staffage?
Die Ladys in der Jury sind meist nur schmückendes Beiwerk. In meinem Fall waren Uwe Fahrenkrog und Lukas Hilbert coole Säue, mit denen man Spaß hatte. Aber am Ende geht jeder seinen Weg.



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