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Die Wahrheit über … Robbie Williams

Pop & Gossip: Die Woche aus Sicht des Boulevards

18.09.2009, 10:00, Text: Boris Fust
[5 Kommentare]



Sieben Tage mit Hartmut Engler auf der Demenzstation, Whitney Houston auf Entzug und einem quicklebendigen Kurt Cobain. Von Boris Fust.



Es war ein herber Rückschlag für den Qualitätsjournalismus: Eine große deutsche Nachrichtenagentur hatte vermeldet, die Musikformation Pur habe einen Terroranschlag auf ein US-Schnellrestaurant verübt, um ihre neue Schallplatte zu promoten. Zahlreiche Medien übernahmen die Nachricht ungeprüft, darunter auch wir. Dabei hätte ein Blick auf die Internetseite des Pflichtblatts der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse zu Stuttgart gereicht, um die Ente zu entlarven: Die christliche Rockband hat keineswegs einen Diner in Bluewater überfallen, sondern ein Altersheim in Bietigheim-Bissingen. Dort wollte Hartmut Engler Demenzkranke über sein künstlerisches Schaffen informieren.


Gesundheitliche Probleme plagen auch Phil Collins: Er hat Rücken. Die Wirbel drücken auf das Rückenmark. Dramatische Folge: Er kann die Drumsticks nicht mehr halten. Ursache der Erkrankung: die eigene Musik. "Es kommt vom Schlagzeugspielen", so der Sänger, "ich bin sehr traurig." In der Vergangenheit habe er sich die Sticks mit Klebeband an den Händen befestigen, um überhaupt spielen zu können.

Gute Besserung wünscht sich auch die Popkomm. Umso erschütternder, dass nun auch die todesgeplagte Musikmesse Opfer einer fiesen Guerilla-PR-Attacke wurde: Eine große deutsche Nachrichtenagentur berichtete, dieser Mann übernehme die Projektleitung der Popkomm. "Daniel Barkowski (…), Fachkaufmann für Marketing und Groß- und Außenhandelskaufmann, war seit 2005 Projektleiter der Jugendmesse 'You'". Grundlage der Meldung war eine offensichtlich gefälschte E-Mail, die auch dieser Redaktion zuging. Dabei muss man ja nur mal seinen gesunden Menschenverstand doppelklicken, um zweifelsfrei festzustellen, dass es sich um einen Promotion-Gag der verfeindeten Veranstaltung "all2gethernow" handeln muss. Wer sonst könnte Interesse daran haben zu verbreiten, dass die Popkomm ausgerechnet in die Hände eines Klingeltonfachmessenspezialisten geraten sei?

Auch die renommierte britische Boulevardzeitschrift NME wurde in dieser Woche Opfer einer Falschmeldung. Andy Rourke, Mitglied der Smiths, soll in grauer Vorzeit eine Postkarte an der Windschutzscheibe seines Wagens gefunden haben: "Du bist raus, Dein Morrissey." Wenig später ruderte das Blatt zurück: Bei der Postkarte soll es sich um eine Fälschung gehandelt haben. "Eine solche Postkarte hat es nie gegeben – weder auf meine Anweisung hin noch mit meinem Wissen", teilte Morrissey mit. Ein Fan habe sich einen üblen Streich erlaubt und Morrisseys Handschrift als Font aus dem Internet heruntergeladen. Mit desaströsen Folgen: Andy Rourke musste für zwei Wochen die Band tatsächlich verlassen.

Auf der nächsten Seite: Tantiemen-Geiz – Juristen rüsten zur Treibjagd auf Mick Jagger!


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  • User: Intro
  • Intro 18.09.2009 | 10:00:00

    Die Woche aus Sicht des Boulevards: Sieben Tage mit Hartmut Engler auf der Demenzstation, Whitney Houston auf Entzug und einem quicklebendigen Kurt Cobain...

  • plasma 18.09.2009 | 11:48:47

    Zitat: "Ein Fan habe sich einen üblen Streich erlaubt und Morrisseys Handschrift als Font aus dem Internet heruntergeladen. "

    Der angesprochen Vorgang fand 1986 (!!!) statt. Aus dem Internet heruntergeladen. Is klar, ne ?

  • User: nanker
  • nanker 18.09.2009 | 13:00:29

    i break together

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