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Intro Edition Asien

DVD-Edition: Das beste Kino der Welt

22.05.2009, 11:31, Text: Birgit Binder

Die schönsten und tiefsinnigsten Filme werden längst in Asien gedreht. Die "Intro Edition Asien" trägt dieser Wahrheit Rechnung und bringt 12 Perlen aus dem Programm des Kölner Labels REM in neuer Edition in den Handel. Birgit Binder stellt sie vor. Die Filme gibt es ab sofort unter www.intro.de/shop.

Eine solide Einsteiger-Kompilation für kommende Asia-Cineasten bietet die "Intro Edition Asien", präsentiert vom Filmlabel Rapid Eye Movies, die ab 22. Mai jeden Monat zwei zeitgenössische Filme des asiatischen Kinos in schönem Layout und mit ausführlichem Booklet, verfasst von der Intro-Redaktion, herausbringt.


Generell streitbar bei Filmkompilationen ist sicher, warum dieser oder jener Film fehlt. Oder warum zum Beispiel gerade "Audition" von Miike hineingehört und kein anderer Film des Regisseurs. In diesem Fall bildet die Edition einen Querschnitt aus dem Rapid Eye-Programm, sodass für Filmlabel-Kundige, aber auch für Intro-LeserInnen, welche die Besprechungen asiatischer Filme mit Interesse verfolgen, auf jeden Fall etwas bei der Auswahl dabei sein sollte. Denn die Edition enthält eine große Bandbreite der Genrelandschaft - vom Yakuza-Drama über subtilen Horror und einen so genannten Anti-Bush-Porno bis hin zu großer Anime-Kunst.



Die "Intro Edition Asien" wird Ende Mai von der außergewöhnlichen SciFi-Komödie "I'm a Cyborg, But That's OK" des südkoreanischen Bildphilosophen Park Chan-wook und der japanisch-thailändischen Tragikomödie "Last Life In The Universe" von Pen-Ek Ratanaruang mit Tadanobu Asano ("Zatôichi - Der blinde Samurai") in der Hauptrolle eingeläutet. Es mag unter anderem an der Kamera-Arbeit von Wong Kar-Wai-Gewährsmann Christopher Doyle liegen, dass die "New York Times" in Pen-ek Ratanaruangs Film "Asiens Antwort auf `Lost In Translation`" entdeckte.



Im nächsten Schwung der Edition folgen "Samurai Fiction" von Hiroyuki Nakano - eine Rock'n'Roll-Verneigung vor dem historischen Samurai-Film in fast 100% Schwarz-Weiß und Soundtrack von Tomoyasu Hotei - sowie der mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnete "Samaria" von Kim Ki-Duk ("The Isle"), eine Parabel über Erlösung und Vergebung. Der Juli hält das Pop-Märchen "Sakuran - Wilde Kirschblüte", eine Manga-Verfilmung der japanischen Fotografin Mika Ninagawa über eine Prostituierte im Vergnügungs- und Bordellviertel Yoshiwara, und Shinya Tsukamotos ("Tetsuo", "Nightmare Detective", "Tokyo Fist") klaustrophobischen Experimentalschocker "Haze" aus dem Jahr 2005 bereit. Miike Takashis Horror-Klassiker "Audition", der auf Murakami Ryûs (Autor von u.a. "Coin Locker Babies") gleichnamiger Romanvorlage basiert und so brutal endet wie er zart beginnt, und die satirische Pink-Filmperle "The Glamorous Life Of Sachiko Hanai" zwischen existentialistischem Diskurs und Seitenhieben auf die Bush-Administration von Mitsuru Meike mit der wundervollen Emi Kuroda in der Hauptrolle erscheinen im August.


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