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Web 2.0 und so...

Soundcloud: Lass uns über Musik reden!

12.07.2008, 10:56, Text: Moritz Sauer

Wenn es zu irgendeinem Oberthema Social Communities gibt, dann doch wohl Musik. In der Regel kopieren die Portale sich dabei selbst. Und mehr als Vernetzung und Kommunikation beherrschen sie in der Regel nicht. Ob MySpace, Virb, Facebook, oder, oder, oder... Immer geht es primär um Selbstdarstellung und Kommunikation. Bei der Musik-Community Soundcloud sieht das dahingegen ganz anders aus: Auf Soundcloud steht die Musik im Mittelpunkt und wird diskutiert. Unser Kolumnist Moritz "mo." Sauer hat sich das mal genauer angeschaut.


Auf Wolke Sieben?

Wie alle herkömmlichen Communities erstellt man natürlich auch bei Soundcloud erst einmal ein Profil. Natürlich gibt es auch die üblichen Kommunikations- und Vernetzungmöglichkeiten. Heute schon den Gabba-Produzenten aus Amsterdam "gegruschelt"? Egal, die Funktionen sind halt wichtig. Spannend gestaltet sich Soundcloud aber beim Kerngeschäft: Eigene Musikproduktionen vorstellen, andere kommentieren und sich wirklich zu helfen.


Auf Soundcloud lädt man nämlich seine eigenen Produktionen hoch und andere können diese dann wiederum kommentieren. Die Kommentare setzt man dabei genau an die Stelle, auf die man sich bezieht. Unterhalb der Wellenkurve erscheinen dann kleine Profil-Icons. Fährt man mit der Mouse über die Icons erscheint eine Sprechblase mit dem Kommentar und möglicherweise bereits einer Antwort des Produzenten.

Ist Soundcloud besonders?
Was mir an Soundcloud gut gefällt, ist eine leichte Benutzerführung bei der sich eigentlich alles von selbst erklärt. Außerdem finde ich den Ansatz, Musik zu diskutieren klasse. Ob junger oder erfahrener Produzent, gemeinsam mit den Musikerkollegen tauscht man sich über eigene oder andere Produktionen aus. Dieses konstruktive Feedback nutzt man dann wiederum am besten in der nächsten Produktionssession. Eine weitere wichtige Tatsache ist Simplicity. Neben einer eindeutigen Benutzerführung ist Soundcloud auch auf einer eindeutigen Mission, die - zur Zeit - nicht mit überflüssigen Funktionen überfüllt ist. Wünschenswert - es gibt zur Zeit ein Forum - für die Zukunft wären vielleicht noch hilfreiche Tutorials für die Musikproduktion, die man mit den Kommentaren verknüpfen kann. Aber das Forum und der Austausch scheinen auch schon langsam anzulaufen. Schließlich ist Soundcloud noch jung.

Einziger Nachteil von Soundcloud ist, dass man derzeit eingeladen werden muss, um das Werkzeug auszuprobieren, oder auf Knien um einen eigenen Zugang bittet. Vielleicht hilft dieser Trick: Tragt einfach ein wenig groß auf und stellt Euch als Multiplikator vor, der Soundcloud testen und weiterempfehlen möchte. Vielleicht erhält man ja als Blogger, Journalist oder Labelhead schneller einen Zugang.

Website: www.soundcloud.com


Moritz "mo." Sauer ist Musikliebhaber und Internet-Addict mit Herz und Seele. Als freier Journalist und Buchautor betreut der Kölner sein eigenes Netzkultur-MP3-Magazin Phlow. Für intro.de berichtet mo. regelmäßig über neue Web-Trends. Die gesammelten Kolumnen von mo. findet ihr unter
.: www.intro.de/spezial/webkolumne
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