Polarkreis 18 - Album Nummer zwei: Vor Ort im Studio Artikelbild (groß)

Polarkreis 18

Album Nummer zwei: Vor Ort im Studio

23.05.2008, 12:32, Text: Dana Bönisch
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"Is Weilheim the new Seattle?", fragte die britische Wire 1998. Da hatten The Notwist gerade 'Shrink' veröffentlicht, Slut 'Interference' - beide produziert in Mario Thalers Uphon-Studio, das sich in den Jahren zuvor zu einer Art Zentrum der deutschen Parallelpopwelt entwickelt hatte. Zehn Jahre später hat Mario wieder mal das Gefühl, dass etwas Großes entstehen könnte: In Weilheim-Winzhofen fließt gerade literweise Herzblut in das zweite Album der Elektronik-Symphoniker von Polarkreis 18 - das gleichzeitig das letzte ist, das hier aufgenommen wird. Jenes, so viel soll an dieser Stelle verraten werden, zeigt sich schon in den halbfertigen Songs und Skizzen als großer Popentwurf.


Die vielleicht wichtigste Veränderung zum Vorgänger betrifft die Stimme von Felix Räuber, welche die meisten Rezensenten zu etwas merkwürdiger Metaphorik rund ums Ätherische inspiriert hatte. Felix' Vocals schweben nämlich nicht mehr körperlos gleich eines weiteren Instruments über den ausgefuchsten Soundscapes, sondern sind nun Melodieträger. Auch Texte sind viel wichtiger geworden.

Ansonsten: Weniger Elektronik, mehr Orchester. Mehr James Bond-Score, Hörner, Chöre, aber auch mehr Ruhe; 'River Loves The Ocean' beispielsweise ist ein fragiles Piano-Stück. Für den Monumentalpopsong 'Allein allein', der auch Titeltrack der 'Krabat'-Verfilmung werden soll, dirigierte Felix dagegen gleich das Publikum des Polarkreis-Weihnachtskonzertes im Dresdner Schauspielhaus.






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