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Neue Platten von Death Cab For Cutie bis The Notwist!
07.04.2008, 13:09, Text:
Thomas Venker
Die Produktion der nächsten Ausgabe tobt. So langsam nimmt INTRO 160 Form an - lasst euch überraschen. Aber Zeit für eine kleine Kaffeepause mit neuer Musik muss immer drin sein. Zumal so einiges Spektakuläres aufgeschlagen ist. Zum Beispiel das neue Album von Death Cab For Cutie, 'Narrow Stairs' betitelt. Mit dem Vorgänger 'Plans' sind DCFC in den Staaten ja zum Millionenseller geworden. Und das zurecht. Schöner kann Indierock nicht schimmern. Aber es scheint, als ob die Band Jan Delay zugehört hat und einigen ihrer neuen Fans nun ein "Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt" entgegen brüllt. 'Narrow Stairs' wartet gleich im ersten Stück mit Heavyrockriffs auf und bietet auch danach mehr Reibefläche als es zu erwarten galt - Mario Lasar widmet sich in der kommende Ausgabe ausführlich der Band. Nicht reizlos, aber auch beim schnellen Durchhören noch nicht so toll, dass sie mit 'Plans' mithalten kann. Aber wer weiß, oft setzen sich ja genau die Platten durch, die einen nicht gleich packen.
Bei The Dresden Dolls wird das aber ganz sicher bei mir nicht der Fall sein. 'No, Virginia' bietet nichts neues, was mir die Band plötzlich erschließen würde; zumal von den 11 Songs nur fünf neu sind. Warum die dafür zwei Jahre gebraucht haben? Ach ja, stimmt ja, die beiden schwelgen ja so gerne in der Vergangenheit. Mehr Spaß macht da das neue Album der Infadels, 'Universe In Reverse'. Hier merkt man die zwei Jahren, die seit dem Debütalbum 'We Are Not The Infadels' vergangen sind. Sie wurden für frische Ideen und ausgearbeitete, stimmige Songs genutzt. Das fängt gleich mit dem schmissigen Opener 'Circus Of The Mad' an. Macht Spaß.
Und auch Scarlett Johanssons Debütalbum 'Anywhere I Lay My Head' hat mich überzeugt. Das ist insofern eine kleine Sensation, als dass es sich um Tom-Waits-Coverversionen handelt, und mit dem Mann kann man mich normalerweise ins Exil jagen - Achtung, nein, jetzt bitte keine Mp3s von ihm schicken! Produziert hat das Album Tausendsassa Dave Sitek. Während unsere aktuelle Titelband Foals das mit ihm aufgenommene Material am Ende ja in den Müll geschmissen hat, dürfte Scarlett ihm sehr dankbar sein. Sitek hat ganze Arbeit geleistet und rund um eine eher durchschnittliche Sängerin ein stimmungsvolles Album konstruiert. Scarletts dunkle Stimme wirkt jederzeit auf Höhe des Sounds, ohne dabei zu sehr mit Effekten malträtiert zu werden. Denn merke: gute Produzenten betten Stimmen ein und legen sie nicht nur drüber.
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