
I'm Not There
Dylan-Biopic: Cover Me
22.02.2008, 11:49, Text:
Paula Fuchs, Foto: Tobis
Robert Allen Zimmerman wollte sich nie vereinnahmen lassen. Schon früh musste er lernen, dass seine Songs sich verselbständigten, sobald sie von anderen konsumiert, kommentiert oder kopiert werden. Aber er machte nie den Fehler, eine eigene Interpretation anzubieten und sie den Löwen zum Fraß vorzuwerfen: Ein Song ist eben ein Song. Er könnte alles bedeuten. All den bedeutenden Persönlichkeiten, die sich um die Aura von Zimmermans berühmtesten Alter Ego - die Figur \"Bob Dylan\" - herum bildeten, hat Regisseur Todd Haynes, Pionier des New Queer Cinema, mit seiner biografischen Collage 'I'm Not There' (Kinostart: 28. Februar) ein Denkmal gesetzt.
Schon der Filmtitel, auch Name eines Dylan-Songs, soll wohl signalisieren, wer in diesem Biopic-Puzzle nicht auftaucht: Vergeblich sucht man den realen Bob Dylan (der im Lauf seiner Karriere ja durchaus einige Male als Schauspieler in Erscheinung getreten ist).
Es gibt nicht einmal einen Charakter mit diesem Namen. Dafür umso mehr Dylan-Songs, welche die Schnittstellen zwischen den verschachtelten Episoden der Hommage illumnieren - in Interpretationen von Richie Havens, Stephen Malkmus, Chan Marshall, Antony Hagerty und vielen anderen.
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