
Menomena
Exklusiv: Interview & Verlosung
16.09.2007, 10:00, Text:
Christoph Dorner
Da freut sich der Nerd. Denn mit ihrem D.I.Y.-Ansatz, Ideen-Auflauf und ihrer rumpeligen Spielart mit Höchstschwierigkeitsgrad muss man Menomena einfach lieb gewinnen. Mit halbjähriger Verspätung erschien 'Friend Or Foe', das zweite Album des Trios aus Portland am 9. September nun via City Slang auch in Deutschland. Nachdem die Band Anfang Juli bei ihrer ersten Deutschland-Steppvisite bereits Intro-Autor Christian Steinbrink für sich gewinnen konnte, kommen Menomena im September erneut auf ausgedehnte Deutschland-Tour. Im Interview berichtet Sänger, Gitarrist und Saxophonist Justin Harris vorab vom tierischen Manager der Band, seltsamem Studioequipment und gescheiterten Anbiederungsversuchen beim Label Sub Pop.
Als erstes wollte ich kurz mit eurem Manager reden, einem Hund mit eigener MySpace-Seite. Kann ich ihn dazu kurz etwas fragen?
Du meinst Geddy Lee? Es ist übrigens eine Sie. Sie fliegt nicht sehr gerne, deswegen ist sie auch nicht hier. Außerdem kann sie nicht gar reden, sondern nur schnauben.
Wo kommt denn eigentlich euer Bandname her? Im Internet kann man mehrere Theorien lesen. Da gäbe es den 'Mahna Mahna'-Song aus der Sesamstraße als Paten, in einer TV Show habt ihr gesagt, dass es ein Wortspiel sei und soviel wie \"männlicher Einlauf\" bedeutet. Was ist denn nun richtig?
Um gleich ehrlich zu sein: Der Name kommt tatsächlich von den Muppets, obwohl das Stück ursprünglich von dem italiensichen Komponist Piero Umiliani für einen schwedischen Softporno geschrieben wurde. Dabei hatten wir den Titel für uns ganz anders buchstabiert und so ist 'Menomena' herausgekommen.
2003 habt ihr euer Debüt mit dem Titel 'I Am The Fun Blame Monster' - ein Anagramm für \"the first menomena album\" - selbst veröffentlicht. Nun kommt endlich der Nachfolger. Was habt ihr in der Zwischenzeit getrieben?
2004 wurde das Album von einem kleinen Label in Portland rereleased, danach haben wir die Musik für eine Tanz-Revue komponiert und nebenbei waren bis Ende 2005 noch mit unserem ersten Album auf endloser US-Tour. Und seitdem haben wir fast ein Jahr mit Unterbrechungen am neuen Album gearbeitet.
Ein Jahr hört sich ziemlich lange an. Hattet ihr mit irgendwelchen Problemen zu kämpfen?
Unsere größte Schwierigkeit ist es, miteinander auszukommen. Wir (Danny Seim/Drums,Gesang, Brent Knopf/Keyboards, Gitarre, Gesang) sind drei gleichwertige Bandmitglieder und Songschreiber. Es gibt bei uns niemanden, der für eine Mehrheit der Songs verantwortlich ist. Es ging also oft darum, die Ideen von drei mehr oder weniger starrköpfigen Musikern unter einen Hut zu bringen.
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