Pete Doherty

Bemüht um sein Image

15.05.2007, 20:00, Text: Manuel Czauderna

Einseitig und verzerrt - so sei das Bild, das die Öffentlichkeit von Pete Doherty habe. Das denkt zumindest Pete Doherty. Die \\"bösen Medien\\" zeigten stets nur seine schlechten Facetten. Drogenkonsum, Knastaufenthalte und sonstige Eskapaden. Über diese Themen berichtet stets auch Intro. So kommt die Volltextsuche auf intro.de allein auf 200 \\"Doherty\\"-Treffer. Erst vor kurzem war Pete diesem Ruf mal wieder voll und ganz gerecht geworden: Die Polizei hatte ihn zuletzt mit einer größeren Menge Kokain, Crack und Haschisch erwischt, woraufhin er einmal mehr eine Nacht im Knast verbringen musste und diesen erst nach Zahlung einer Kaution verlassen durfte. Ob er in dieser Nacht über sein Leben nachgedacht hat? Mag sein. Zumindest möchte er nun der Öffentlichkeit beweisen, dass Pete Doherty mehr als die Summe seiner einzelnen Skandale ist - und mit seinem einseitigen und verzerrten Öffentlichkeitsbild aufräumen. Hierfür plant er ein Video-Porträt, das unter dem Namen \\"Off The Record\\" als DVD erscheinen soll. Dort sollen wir die bisher unbekannten Facetten seiner Persönlichkeit kennen lernen. So hat sich auch ein Graphologe daran gemacht, seine Handschrift zu analysieren. Das Ergebnis: Pete sei schnell im Kopf und ein guter Gesprächspartner, aber \\"mental faul\\". Ebenfalls lässt seine Handschrift erkennen, dass er ein emotional instabiler Charakter sei, der in einem ständigen Zustand von innerem Chaos lebe. Vielen Dank, lieber Graphologe. Auf diese Erkenntnis wären wir so sicherlich nicht gekommen.


Indizien dafür, dass Pete nicht nur die Wahrnehmung seiner Person in der Öffentlichkeit verbessern möchte, sondern wirklich etwas an seiner Person ändern möchte, gibt es übrigens auch: Während er früher noch am liebsten Kameramänner mit seinem Blut bespritzte, bespritzt er neuerdings mit eben diesem lieber Leinwände. Bilder mit seinem eigenen Blut zu malen, ist nämlich sein neues Hobby. Diese werden ab heute für vier Woche in der Londoner Kunstgalerie 'The Bankrobber' ausgestellt. \\"His use of blood lends itself perfectly to exploring the extraordinary personal and physical intensity that characterises so much of Peter's life and work as an artist in the broadest sense,\\" so ein Sprecher der Galerie. Zu den blutigen Werken gehören Selbstbildnisse und Kreuzigungsszenen. Die meisten entstanden im Gefängnis und in verschiedenen Reha- und Suchtkliniken und sind ab 350 Britischen Pfund auch käuflich zu erwerben. Eigenen Angaben nach, möchte er mit den Bildern Kate Moss beweisen, dass er nach seinen Drogenexzessen der Vergangenheit wieder auf dem richtigen Weg ist. Ein neuer Pete? Wir bleiben gespannt. Und berichten fair. Versprochen, Pete!



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