Platten der Woche

Alben vom 02.02.07

02.02.2007, 11:51, Text: Peter Flore

Und wieder gibt es unsere freitägliche Einkaufsliste bzw. Tipps für das maue Monatsgehalt. Und wie will man sich da wieder entscheiden? Den nächsten UK-Hype abgreifen oder doch lieber die verspätete neue Platte, die von der Überseebekanntschaft bereits im letzten Jahr gefeiert wurde? Vielleicht auch tanzbares zum Wochenende? Alles geht. Unsere Platten der Woche, ohne Gewähr, as usual.

Tin Hat - The Sad Machinery Of Spring (Hannibal / Rough Trade)

Jamie T. - Panic Prevention (Labels / EMI)
Der Londoner Hipster landet endlich auch abendfüllend bei uns. Wahlweise ist es State-Of-The-Wimbledon-Art oder er wird gleich als neuer Gott des Cockney-FunkDubHipHopDiscos gefeiert. Wer war noch gleich Mike Skinner?

Maria Solheim - Will There Be Spring (Strange Ways / Indigo)
Wer das vierte Album der (immer noch) jungen Norwegerin verstehen will, muss tief graben, denn dort liegen Schätze. Unter der scheinbar verspielten Oberfläche lauern versponnene Psychedelia, Alt.Country-Exkurse und allerlei Schnipsel vom heimischen Basteltisch. Für Winterabende unter dem Kopfhörer.

Saint Thomas - There's Only One Of Me (Make My Day / Al1ve)

MSTRKRFT - The Look (Different / Pias / Rough Trade)

Kitty Solaris - Future Air Hostess (Solaris Empire / Broken Silence)


The Icarus Line - Black Presents (Dim Mak)
Ein kleiner Underground-Hype, der mit dem aktuellen Album zur düsteren Garagenrocksensation aufgestiegen ist. Goth- und Post-Punk lauern als Überraschung, schwarze Geschenke, fürwahr.

Hefner - Maida Vale (Belka)
Darren Haymans unvergleichliche Stimme, erweitert um eine achtköpfige Band, was ja selten genug vorkommt. Anlässlich dieser John Peel-Compilation hier aber durchaus zweckmäßig. Herrliche Brit-Schnurren, über das Leben in den 90ern im UK.

The Films - Don't Dance Rattlesnake (7HZ / Rough Trade)

The Decemberists - The Crane Wife (Capitol / EMI)
Colin Meloy ist ein Märchenonkel und seine Decemberists sind spätestens seit ihrer letzten Platte auch bei uns die Lieblinge aller. 'The Crane Wife' hat lange gebraucht, bis sie zu uns über den großen Teich geflogen kam. Wie immer wunderbar verschrobene, herzerwärmende Bettkantengeschichten, die dieses Mal allerdings schon fast im Prog-Gewand daherkommen, auf jeden Fall aber deutlich sperriger.

Data MC - Data Invasion (Hamton)
So langsam kommt keiner mehr an dem Berliner HipHop-Grime-Kollektiv vorbei. Schön, dass es neben Aggro in der Hauptstadt auch noch andere Strömungen gibt, das hier ist intelligenter Electro-Hop, abseits von den üblichen Prollbekundungen der Häuserblockbanden.

Cold War Kids
- Robbers And Cowards (V2 / Rough Trade)



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