Brit Awards

My Glamour Valentine

17.01.2007, 14:00, Text: Mick Schulz

Der ganz große Zirkus des englischen Popbiz hört auf den schönen Namen Brit Awards und hat ungefähr den selben Glamour-Faktor wie der Oscar, der Grammy oder Las Vegas bei Nacht. Die schönen Kleider werden aufgetragen, die Klunker beim Juwelier ausgeliehen und zur Schau gestellt, als seien's die eigenen. Dazu kommen noch die abgeschmackten Reden, bei denen sich immer wieder was bietet, woran sich die Yellow Press aufhängen kann. Wenn man dann noch solche begeisterten Statements von Universal bekommt wie dieses: \\\\\\"This all results in genuine uplift in sales and profile that can last for many weeks\\\\\\", dann fällt wirklich schwer, sich noch von Glanz und Glitter mitreißen zu lassen.

Nüchtern besehen mutet das Spektakel allerdings längst nicht so überflüssig an, wie die Fassade, die es sich selbst gibt. Klar, es ist eine Selbstbeweihräucherung der Industrie, der Chartstopper und der Big Player. Die Indie Credibility tendiert gegen Null. Und doch, man kommt nicht umhin, man muss ihnen trotzdem Geschmack zugestehen, wenn man sich die Nominierten ansieht. Das ist eben dann doch beinahe konsensfähig.

Die Preisverleihung wird am Valentinstag, den 14.02.2007 live auf dem britischen Kanal ITV1 gesendet. Dabei gibt es unter anderem Auftritte von Oasis, Scissor Sisters und Take That. Der stärkste Act dieses Jahr ist Lily Allen mit ganzen vier Nominierungen, Soul-Newbie James Morrison und Corinne Bailey Rae folgen mit drei. Auffällig insgesamt, wie viele Newcomer dabei sind. \\\\\\"With so many new faces listed, and quite a few established names absent, this has to be one of the freshest Brits lineups since the awards began over 25 years ago\\\\\\", sagt der HMV-Funktionär Gary Rolf.


British Male Solo Artist
James Morrison
Jarvis Cocker
Lemar
Paolo Nutini
Thom Yorke

British Female Solo Artist
Amy Winehouse
Corinne Bailey Rae
Jamelia
Lily Allen
Nerina Pallot

British Group
Arctic Monkeys
Kasabian
Muse
Razorlight
Snow Patrol

Mastercard British Album
Amy Winehouse - 'Back To Black'
Arctic Monkeys - 'Whatever People Say I Am, That's What I'm Not'
Lily Allen - 'Alright, Still'
Muse - 'Black Holes And Revelations'
Snow Patrol - 'Eyes Open'




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