iTunes-Shop

Totalverweigerung bröckelt

22.08.2006, 12:16, Text: Intro

Über eine Milliarde verkaufte Songs, geschätzte 70 Prozent Marktanteil. Durchaus beeindruckende Zahlen, die der iTunes Music Store mittlerweile vorweisen kann. Klingt nach einer lukrativen Einnahmequelle. Erst recht in Zeiten stagnierender oder gar sinkender CD-Verkäufe. Trotzdem gibt es immer noch Bands, die sich erfolgreich gegen die Listung in Apples Downloadportal sträuben. An vorderster Front sind seit jeher die Beatles. Deren Plattenfirma Apple Corps. liefert sich seit Jahren juristische Scharmützel mit dem Namensvetter aus Cupertino.

Während es bei den Beatles auf absehbare Zeit keine neuen Titel zum Download geben wird, scheinen sich viele einstige Totalverweigerer nun doch auf das Downloadgeschäft einzulassen. So stellten beispielsweise Metallica im Juli alle ihre Songs zum Herunterladen bereit. Klar ist, dass dabei in erster Linie ökonomische Hintergedanken im Spiel sind. Die zusätzlichen Einnahmen werden allerdings in der Hauptsache den großen Plattenfirmen zugute kommen. Pro verkauftem Song erhalten die Künstler nämlich inzwischen meist weniger als 10 Cent.

Wie es möglich ist, CD-Absatz und Downloadportale intelligent zu verknüpfen, zeigen z.B. die Red Hot Chili Peppers. Wer das aktuelle Album „Stadium Arcadium“ vorbestellte, wurde mit zusätzlichem Online-Content belohnt. Schreiend innovativ ist das aber auch nicht. Es könnte nur ein Anzeichen dafür sein, dass sowohl Plattenfirmen als auch Bands nicht noch weitere Jahre damit verbringen wollen, das Internet komplett zu verschlafen.




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