Die Seattle-Connection

Jerry Cantrell mit allen und jedem

16.06.2005, 15:01, Text: Peter Flore, Peter Flore

Jerry Cantrell hat ein Hobby: Die Coverband Cardboard Vampyres, in der er mit seinen Kollegen Chris Wyse (Cult) und dem Jellyfish-Sänger Eric Dover mal Black Sabbath, mal den Stooges oder den Beatles huldigt. In seinem richtigen Leben ist der ehemalige Alice in Chains-Gitarrist aber derzeit sehr mit seinem dritten Soloalbum beschäftigt.

\\\\\"I've spent the last year and a half in writing mode, compiling a lot of material, writing with a lot of different people\\\\\", verriert er gegenüber mtv.com. \\\\\"Cardboard Vampyres is something we do for a blast\\\\\".

Um viel weniger wird es bei Cantrells neuem Werk aber schätzungsweise auch nicht gehen: In einer illustren Herrenrunde bestehend aus Metallica-Basser Robert Trujilo, Faith No Mores Mike Bordin und seinem ehemaligen Alice In Chains-Kollegen Mike Inez arbeitet das Grunge-Urgestein derzeit an neuen Songs.

Konkrete Pläne für eine Veröffentlichung gebe es aber noch nicht. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, hilft Cantrell derzeit auch noch seiner alten Seattle-Bekanntschaft Courtney Love bei deren neuer Platte aus. \\\\\"She's been working with a bunch of people. I know Billy Corgan's been over there. But I threw a few things at her, and I think we've come up with something different.\\\\\"

Stichwort Seattle: Zu guter Letzt kam es im Februar anlässlich des dortigen K-Rock Tsunami Continued Care Concert zu einer Beinahe-Reunion seiner alten Band. Jerry betrat die Bühne zusammen mit seinem Ex-Drummer Sean Kinney und Basser Mike Inez. \\\\\"It was a fucking great feeling being back onstage with those guys, but it was also heavy\\\\\". Was wohl weniger musikalisch, denn emotional gemeint ist. Denn das Loch, das an der Stelle des seligen Layne Stayley klaffte, ist wohl nicht so einfach zu schließen, \\\\\"you can't replace a guy like Layne\\\\\", so Cantrell (Stayley starb am 5. April 2002 an einer Überdosis).

Die Möglichkeit, mit seinen ehemaligen Kollegen wieder fest zusammen zu arbeiten, schloss er aber nicht aus. \\\\\"The Seattle show, that was a one-time deal. I'm not saying it couldn't happen. It's pretty unimaginable. But if it did happen, [the band] would have to evolve into something new that carries on the old tradition.\\\\\"

Und wenn alle Stricke reißen, hat Cantrell wieder etwas mehr Zeit für sein Hobby, die Cardboard Vampyres.



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