No Milzbrand, no Tripper

Audioslave’s Gig auf Kuba

10.05.2005, 14:56, Text: ines Sundermann, ines Sundermann

Fast so historisch wie die Mondlandung: Als erste amerikanische Rockband betraten Audioslave am Freitag kubanisches Bühnenparkett unter freiem Himmel. Das von US Treasury Department und Instituto Cubano de la Musica realisierte Ereignis Konzert kostete den einzelnen Rock-Compay keinen müden Peso und lockte um die 60.000 kubanische Rockfans auf den La Tribuna Anti-Imperialista Plaza in Havanna.

Hier ging es mal nicht um Widersprüche und Rivalitäten sondern darum, einfach mal richtig Audioslave zu hören. Auch wenn zwischen all den \"We love you, Chris Cornell\"-Fahnen eine auf dem Kopf stehende Ami-Flagge gesichtet wurde, hielt sich die anti-imperialistische Kritik den Berichten zufolge in Grenzen.

Es war \"all rock, all love, no hate\", so jedenfalls wird Tom Morello von mtv.com zitiert. Rock und Liebe regnete es sage und schreibe zweieinhalb Stunden lang von Audioslave auf die Fans nieder. Obendrein gab es noch ganz fantastische Akustik-Versionen der Soundgarden- und Rage-Kracher 'Black Hole Sun' und 'Killing In The Name'. Das kubanische Volk war völlig aus dem Häuschen, bezeichneten das Konzert als eins der wichtigsten Ereignisse der Geschichte ihres Landes. Einer der Anwesenden verglich es gar mit der Ankunft Christopher Columbus vor 500 Jahren, Morello lässig dazu: \"Na hoffentlich verbreiten wir weniger Milzbrand und Tripper.\" Keine falsche Bescheidenheit bitte, hier handelte es sich doch wahrlich um ein kleines bisschen Geschichte.



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