Prozesswende?

Jacko kommt im Pyjama

11.03.2005, 15:02, Text: Bettina Gutsohn, Bettina Gutsohn
[5 Kommentare]

Lange haben wir uns zu Michael Jackson ausgeschwiegen, immerhin berichten ohnehin alle Medien, vom seriösen Tagesschau-Format bis hin zur debilen Viva-Show über die Sache. Gestern nun könnte im Prozess gegen Michael Jackson wegen möglichen Kindesmissbrauchs jedoch eine entscheidende Wende stattgefunden haben, die neben all der Brisanz zum ernsten Thema auch einige amüsant-kranke Einsprengsel enthält. Zunächst erschien Jackson viel zu spät vor Gericht - nach eigener Aussage wegen eines nächtlichen Rückenleidens, wegen dem er ins nah gelegene Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Durch die Verspätung riskierte er eine Kautionsstrafe von 3 Millionen US-Dollar sowie eine Verwahrungshaft für die Dauer des Prozesses. Der Richter wartete jedoch aus Kulanz eine Stunde länger als nötig, bis Jackson, gestützt von Leibwächtern, im Prozesssaal erschien. Augenzeugen berichteten, seine angeblichen Rückenschmerzen, wegen der er nur sehr langsam gegangen wäre, hätten den Superstar keineswegs davon abgehalten, sich vor der Tür mehrfach umzudrehen, um seinen Fans zuzuwinken. Thomas Mesereau, Jacksons Anwalt, der in den letzten Tagen für seinen Mandaten einiges an Boden gut gemacht hatte, dürfte das möglicherweise vom Gericht als respektlos verstandene Auftreten - Jackson trug immerhin die ganz Zeit über einen Schlafanzug - Kopfzerbrechen bereitet haben.

Auch inhaltlich brachte der gestrige Gerichtstag möglicherweise die entscheidende Wende im Prozess. Einer der Belastungszeugen, ein 15-Jähriger Junge, der früher häufig bei Jackson zu Gast war, beschuldigte den Sänger, ihm und seinem Bruder Wein verabreicht zu haben, weil es ihn locker machen würde. Ferner soll er die beiden davor gewarnt haben, anderen davon zu erzählen. Der Junge hat aufgrund einer früheren Krebserkrankung nur noch eine Niere - ein Umstand, der sich neben der Verabreichung von Alkohol an Minderjährige zusätzlich belastend auswirken dürfte, wenn sich die Behauptungen bewahrheiten sollten. Der Junge fuhr in seinen Erzählungen fort und deutete an, das Trinken hätte in zwei Fällen auch zu sexuellen Handlungen geführt: \"We were sitting for a while. Michael told me about masturbation. He said if men don't masturbate, you could get to a level where you could rape a girl. He said that if I didn't know how, he would teach me.\"



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  • fabi_an 11.03.2005 | 16:53:25

    ich sehe schon die bild-
    schlagzeile vor mir: "king
    of pop(p) im knast"

  • schunkel 11.03.2005 | 22:32:42

    Intro!
    Es reicht doch dass sich der Rest des Drecksboulevards auf den Jackson-Kwatsch stürzt wie sonst nur auf Bohlen, oder?

  • User: Sydne
  • Sydne 11.03.2005 | 22:52:43

    Nö. Also für mich sah das nach Affekthascherei aus. *keine Gnade*

  • User: 3d
  • 3d 13.03.2005 | 02:22:55

    i wuz one of se böyz;)

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