Der auch hier?

Cullums komische Gästeliste

19.01.2005, 15:14, Text: Carsten Schumacher, Carsten Schumacher

Jamie Cullum ist kein klassischer Jazz-Pianist. Er ist jung, hat Pop-Appeal, sieht eher aus wie ein Rockstar und wird gern auch mit der überaus erfolgreichen Norah Jones oder dem ebenso jung im Crossover gestrandeten Harry Connick Jr. verglichen. Cullum singt und begleitet sich selbst, begeistert die Massen und füllt die Hallen. Nur, als sei das alles nicht genug, hat er sich für sein kommendes Album die Unterstützung einer ganzen Armada schwer in Übereinkunft zu bringender Songwriter gesichert. Too many Köche oder irre Kreativzelle?

Bitte kommen wir zur Auflistung: Da wäre zunächst N*E*R*Ds Pharrell Williams, Produzentenlegende der jüngeren Zeit (z.B.

Britneys 'Slave4You'), dann Robbies ehemaliger Hit-Schreiber Guy Chambers (seinen Job macht gerade Stephen Duffy), ferner der als Erfrischung der Country-Szene herumgereichte Garagen-Songwriter Ryan Adams und zu guter letzt noch der als musikalische Hydra verschriene Multi-Instrumentalist Ed Harcourt. Hört sich an wie die Protagonisten eines durchgeknallten musikalischen Marvel-Comics soll aber nun gemeinsam an einem bislang unbetitelten, Album des britischen Jazz-Poppers arbeiten. Klingt spannend, ist am Ende jedoch wahrscheinlich bei weitem nicht so spannend wie unsere Phantasie zu dem Thema.



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