Kraftwerk in the house?

Man hört so einiges über Coldplay-Album #3

12.01.2005, 19:58, Text: Felix Scharlau, Felix Scharlau

Coldplay haben erstmals Songs aus ihrem sehnsüchtig erwarteten dritten Album Journalisten vorgestellt. Coldplay-Sänger Chris Martin diktierte bei der Gelegenheit Kollegen des New Musical Express in die Lauscher, die Arbeit an dem Album hätte zu den schwierigsten Erfahrungen seines Lebens gehört. Der Druck, den überaus erfolgreichen Vorgänger aus dem Jahr 2002, 'A Rush Of Blood To The Head', zu toppen, hätte die Kreativität der Musiker gedämpft. Ein früherer Versuch, das Album mit Ken Nelson zu produzieren sei daher fehlgeschlagen, und man habe erneut geprobt, um mit einem neuen Produzenten (Danton Supple, bekannt durch seine Arbeit mit Starsailor, Morrissey und Electric Soft Parade) einen zweiten Versuch zu starten.

Der wäre dann auch erfolgreich gewesen.

Jetzt zum (halbwegs) Faktischen: Die Kollegen vom NME durften im Londoner Studio von Coldplay sechs Songs des neuen Albums hören, die die Titel 'Square One', 'Talk', 'Till Kingdom Come', 'X&Y', 'What If' und 'The Hardest Part' tragen. Das neue Material soll (zumindest tendenziell) von elektronischer Musik der 1970er Jahre beeinflusst sein. Namentlich nennen die Kollegen stilistische Parallelen zu Brian Eno und Kraftwerk (!), daneben aber auch Bob Dylan und David Bowie. Am besten wir warten ab und baden ein wenig im Selbstbewusstsein des Künstlers. Chris Martin zum NME: \"Wir haben einige verdammt gute Songs. Das ist eine Sache, bei der wir sehr sicher sind. Ich glaube nicht, dass wir das noch toppen können. Das sage ich zwar jedes Mal, aber dieses Mal meine ich es ernst.\"



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