Dylan in Love

Courtneys neues Album ein Songwriterstück

03.01.2005, 14:00, Text: Carsten Schumacher, Carsten Schumacher

Es war ein turbulentes Jahr für eine immer stärker strauchelnde Courtney Love gewesen, an dessen Ende eine haarscharf umschiffte Gefängnisstrafe und das zurückerlangte Sorgerecht für ihre Tochter Francis Bean stand. Nun tritt sie erstmals wieder mehr als Musikerin denn als Cobain-Witwe auf, spricht über ihr kommendes Album und lässt uns wissen, dass die Hauptarbeit mal wieder Billy Corgan gemacht hat. Der Ex-Sänger der Smashing Pumkins hatte ihr bereits 1998 für die Hole-Platte 'Celebrity Skin' unter die Arme gegriffen, warf ihr anschließend jedoch vor, ihn bei den Credits übervorteilt zu haben.

Ein Grund mehr für Hole, diesmal ganz bescheiden aufzutreten und darauf hinzuweisen, nie weniger Anteil an einer eigenen Produktion gehabt zu haben.

Ruhig soll sie werden, die neue Platte, ganz wie das neue Leben der Courtney Love, wenn es nach dem Willen äußerst genervter US-Gerichte geht. Die Songs, an denen also Corgan den musikalisch größeren Anteil hätte, seien akustisch und narrativ und stünden unter Einfluss von Bob Dylans 75er 'Blood On The Tracks'-Opener 'Tangled Up In Blue', verblüffte Love unlängst das amerikanische Rolling Stone Magazine. Am liebsten hätte sie Rick Rubin oder Daniel Lanois dafür als Produzenten und außerdem soll alles in einem Frauengefängnis aufgenommen werden (Johnny Cash lässt grüßen). Und wenn weiter alles nach Wünschen von Frau Love läuft, werden dann auch Dave Navarro und Stephen Perkins (ehemals Jane's Addiction) mit von der Partie sein, um der Aufhäufung prominenter Angestellter einen runden Abschluss zu verpassen. Mal sehen, wer letztendlich Zeit für sie haben wird.



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