Kreuz mit dem Download

Antipiraterie hat Rotes Kreuz im Visier

21.12.2004, 14:33, Text: Pascal Blum, Pascal Blum

Im Zuge des australischen Prozesses gegen Sharman Networks, die Vertriebsfirma von Kazaa, sind die Kläger zuerst auf ein Pazifikatoll gestossen und danach auf das Internationale Rote Kreuz (IRK): Wie Wired letzte Woche berichtete, gehört ein Treuhandfonds, das in Vanuatu registriert ist, dem Roten Kreuz. Und Sharman soll dort Geld einbezahlen. Die Firma hat diesen Geldfluß mittlerweile zugegeben. Diverse andere Firmen sollen ebenfalls Anteile in Vanuatu halten. Weil im Atoll aber absoluter Rechtsschutz gilt, hoppeln die Ermittler zurzeit etwas im Dunkeln. Wem gehört die Firma? Wer hält Anteile? Welche Musik hört das Rote Kreuz so?

Die Branche will jetzt das Rote Kreuz höflich auffordern, den Fonds bis zum Urteilsspruch einzufrieren.

Falls das nicht geschehen sollte, drohen die Anwälte etwas unhumanitär: ""It would be incredibly disappointing if we had to sue them", so ein Vertreter. Eine Verteidungsanwältin von Sharman ortet die Probleme des Prozesses an anderer Stelle: "Microsoft supplies, as part of its Windows suite, software that allows you to rip CDs. Depending on how this goes, it could also mean that (Microsoft) software would amount to an authorization of the infringement of copyright. The same thing could be said for a photocopier."



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