Zuviel Bier. Zu wenig Kontrollverlust

Erster Bericht von der (Pop Up in Leipzig

07.05.2004, 15:57, Text: Thomas Venker / Linus Volkmann, Thomas Venker / Linus Volkmann
[6 Kommentare]

Nicht erst mit dem Abzug der Popkomm. nach Berlin hat sich die Notwendigkeit anderer Treffen abgezeichnet - wobei das katastrophal verlaufene Unterfangen seitens der Popkomm. so was wie eine Indie- und eine Dance-Zone im Rahmen ihrer Messe zu installieren, im letzten Jahr noch mal betont hat, dass 'unsere' Kultur hier nur noch in Konzepte integriert werden sollte und nicht mehr wie zu Beginn der Popkomm.-Geschichte integraler Bestandteil war. So was will man nicht. Warum auch? Entweder es wird gefühlt und verstanden oder es kommt eh nichts dabei raus.

Gefühlt und verstanden wird so langsam vieles in Leipzig. Was vor zwei bzw drei Jahren noch als reichlich chaotischer Versuch einer Alternative zu den eingeführten Business-Messen etwas unsicher auf den Beinen stand, ist bereits im letzten Jahr allerorts gebührend abgefeiert worden als Gegenentwurf.

Zu Recht. Im angenehmen Milieu einer Stadt irgendwo an der Schnittstelle aus Berliner Kaputtheit und Kölner Gemütlichkeit, treffen sich Indie-Player aus dem ganzen Land - und eben nur Indies. Das erleichtert das allabendliche Trinken, da man nicht wieder bei Null in den Gesprächen anfangen muss, sondern auf langjährige Erinnerungen zurückgreifen kann.

Kernstück der (Pop Up wird der Messetag am Samstag sein, an dem auch jede Menge interessanter Panels abgehalten werden. Wobei 'Messe' fast schon zu weit geht, handelt es sich doch eher um einen Meeting Point wie man so schlimm Neudeutsch sagt. Jeder Aussteller hat nur einen Tisch breit Platz sich zu positionieren. Die große Posernummer war gestern, und eh nicht bei denen, die hier sind. Firmen wie Lado, Disko B oder Apricot brauchten keinen Musikbiz-Crash um sich auf das zentrale Moment der Vermittlung zu besinnen - das Nach-außen-tragen von Musik war es hier schon immer.

Los ging die (Pop Up passend zu diesen Ausführungen bereits gestern. Und zwar mit Musik only. Den Anfang machten (für alle, die nicht wie wir Leipzig fünfmal umrundeten, bevor sie sich in eine ostdeutsche Metropole hinein wagten) Stella, Rhythm King & Her Friends und noch irgendwer. Soll ganz toll gewesen sein. Sagen zumindest die Musiker und Labelmogul Carol von Rautenkranz - und wenn man diesen Typen nicht mehr glauben kann, wem dann? Intro ist dann im Ilses Erika eingestiegen in den wilden Trubel, wo Oliver Twist (die spontan für Trend einsprangen) und Mediengruppe Telekommander ordentlich auf die Entertainment-Nummer setzen. Was solide aufging, dank einer aufnahmewilligen Crowd und gutem Stage-Acting. Einziges Manko allerdings: Es wurde zu viel Bier getrunken und zu wenig Kontrollverlust performt. Aber das kann ja noch werden. Wir bringen dem Haufen schon noch das Loslassen bei. Versprochen. Die komplette (Pop Up-Nachlese gibt es am Montag. Also wieder einwählen.



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  • umi 07.05.2004 | 21:40:46

    viele grüße *wink*.

  • User: magma
  • magma 10.05.2004 | 11:24:39

    hey linus & thomas... schlaft
    mal wieder richtig aus... war ja
    kaum mitanzusehen...

  • User: marv
  • marv 10.05.2004 | 14:41:01

    dem kann ich nur zustimmen =)

  • umi 10.05.2004 | 18:45:28

    danke für deine lieben grüße, umi.

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