
The Black Label
Jahresbilanz: CD-Verkäufe weltweit eingebrochen
07.04.2004, 20:30, Text:
Pascal Blum,
Pascal Blum
[14 Kommentare]
Branchennews mit intro.de: Die IFPI, Vertretung der internationalen Tonträgerindustrie, hat die Bilanz zum Jahr 2003 veröffentlicht. Seit letztem Jahr sei der globale Musikverkauf um 7.6% gesunken, vor allem in Westeuropa sei der Zustand bedenklich. Alleine in Deutschland seien die Verkäufe um 19% im Vergleich zu letztem Jahr gesunken – seit 1999 brach der Tonträgerverkauf bei uns um 30% zusammen. Die IFPI macht vor allem illegalen Filehandel dafür verantwortlich, weist aber auch auf den markant gestiegenen DVD-Absatz hin. Ein Großteil der verkauften Musik-DVDs würden Live-Mitschnitte ausmachen, was ebenfalls mit ein Grund dafür sei, dass die Leute weniger Geld für Musik-CDs ausgeben.
Tim Renner, der frühere Chef von Universal Deutschland, hat sich in einem Interview zur gegenwärtigen Lage geäussert und meint ironischerweise, dass die Branchenkrise von den Majorfirmen selbst verschuldet ist: ”Die Digitalisierung und Demokratisierung der Musik nimmt den Majors ihre beiden zentralen Standbeine: Ihre Funktion als Bank und die Beherrschung der Distributionskanäle.\\\\" Die Firmen hätten zu spät auf die Zeichen reagiert, weil es ihnen zu lange gut ging. In der Diskussion im Rahmen der Schweizer m4music-Veranstaltung merkte Sony-Präsident Balthasar Schramm an, dass die bestehenden Geschäftsmodelle inzwischen auf den Kopf gestellt sind.
Das britische Mutterschiff der EMI hat derweil bekannt gegeben, dass sie ihr renommiertes Sublabel Hut auflöst. Die Künstler sollen bei der britischen Virgin untergebracht werden. Bei Hut hatten so unterschiedliche Musiker und Bands wie Placebo, Richard Ashcroft, Haven oder The Music unterschrieben. Weitere Einschnitte sollen aber nicht folgen: ”Kein Künstler der UK-Company wird im Zuge der weltweiten Umstrukturierung gedroppt\\\\", so ein Sprecher.
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3d 08.04.2004 | 02:10:04
hier nimmt niemand seinen HUT!!
magma 08.04.2004 | 16:43:51
ja, waren sie... (r.i.p.)
Foobar 11.04.2004 | 12:30:23
Die tolle Deutsche
Plattenindustrie ist doch selber
schuld daran das ihre verkäufe
drastisch sinken! Wenn man
jahre lang versucht seine
kunden mit Singel oder Maxi
Cd's auszubeuten anstatt Musik
zu einem Kulturell wichtigen
Güter großzuziehen, wenn man
jahrelang aus scheisse geld
machen will und dabei noch
lacht, wenn man es in den
90igern usw. noch nicht
geschafft hat deutsche bands
aufzubauen, wenn man versucht
mit tv shows den weg der
geringsten wiederstandes zu
gehn is die beschissene
deutsche musikindustrie selber
schuld aber sie wussten es ja
schon vorher!!!
Am beispiel amerika kann man
sehen das man es auch anders
machen kann dort werden mehr
platten den jeh verkauft. Aber
das liegt auch an der voll
kommen anderen metalität und
den vollkommen anderen bezug
zur musik. In wird keine geld
mit singles gemacht sonder mit
alben. Außerdem ist es
bewiesen das leute die sich
illegal musik aus dem internet
laden mehr musik legal kaufen
als andere!!!!
Also zur
Deutschpalttenindustrie kann
ich nur sagen:
KEINE GELD FÜR SCHEISSE
Sonja Müller 11.04.2004 | 23:50:38
foobar, das ist doch totaler stuss. hier wird auch kaum geld mit singles gemacht. die gewinnspanne bei singles ist viel geringer als bei alben. und inwiefern in amerika mehr platten denn je verkauft werden, erschließt sich mir auch nicht, da hätte ich gern mal die quellenangabe.
natürlich kaufen die leute, die sich musik runterladen, auch platten, und es gibt eine reihe konsumenten, die tauschbörsen dazu nutzen, neues kennenzulernen und später legal zu erwerben. nichtsdestotrotz wird heute mehr geld für andere dinge wie mobiltelefonie, videospiele oder dvds ausgegeben, was vor ein paar jahren vielleicht noch nicht der fall war.
es mag ja sein, dass du sauer auf die deutsche plattenindustrie oder die menschen bist, die solche nachrichten verbreiten. aber "kein geld für scheiße" zu skandieren und gleichzeitig ebensolche unreflektiert zu verbreiten ist nicht gerade der weg, der am meisten respekt und willen zur auseinandersetzung mit deinem standpunkt verspricht.
Sonja Müller 13.04.2004 | 18:16:27
und wo bleibt hier bitte die diskussion? ist das thema schon so durch?
Wolpers 13.04.2004 | 18:28:48
--N--- --N----N---
im spiegel stand neulich (15/04, s. 194), dass der umsatz der musikindustrie in GB (2003: +2% bei alben) und den USA (+10,5% 4. quartal 2003) wieder steigt, während er hier weiter bergab geht.
vielleicht wär es auch nicht schlecht, sich mal nach diesen ländern zu richten: keine un-CDs, singles zu fairen preisen...
Bokoffzki 13.04.2004 | 19:01:10
edith die sau
ich verweise nur auf die studie von einem grossen harvard wirtschafts professor und nem anderen knilch, dass filesharing absolutely no influence on record sales hat. selber schuld industry, IMHO.
dubman 13.04.2004 | 19:27:46
also die deutsche Plattenindustrie ist mir doch relativ egal. Ich schau nicht wo meine Platten / CDS herkommen, hauptsache die Musik ist i.O. Und m.E. hab ich da noch keinen Quantitätsverlust gemerkt. Qualität ist eben relativ. Eigentlich haben die Konzerne jetzt doch viele Nebeneinkünfte z.B. DVDs, Handi-Klingeln usw., die Einkünfte daraus werden aber totgeschwiegen. Hilft auch die Leute zu kündigen, nennt man betriebsbedingt. Also eine Krise der Plattenindustrie hab ich noch nicht gemerkt, wobei es für den einzelnen
Betroffenen natürlich hart ist. Und an mir liegts garantiert nicht, dass die Umsätze zurückgehen, gehe eher selber pleite.
UlrichAnton 13.04.2004 | 19:50:27
ready at dawn
die diskussion gabs schon einige male, ich bin auch der meinung die musikindustrie hätte früher durchgreifen sollen. es gab zuletzt im spiegel einen artikel, wo drauf hingewiesen wurde, dass der hohe standard bei pc´s hierzulande für das brennen verantwortlich ist und dementsprechend für die umsatzrückgänge.
ich werd mich allerdings nicht auf die suche machen nach dem artikel.
mir fällt gerade auf: ich hab dieses jahr erst zwei cd´s gekauft; mp3´s und gebrannte cd´s hab ich keine. ich gehöre zu den leuten, die ihr geld in erster linie für videospiele verjubeln.
Chimpie 13.04.2004 | 20:42:28
"DA!"
Mir geht das Thema so auf die Nerven, das geht gar nicht. Immer wieder neue Studien und Schuldige und Gejammer. Mal waren es die bösen "Sauger", dann ist die "Qualität" schuld, dann die Koksnasen in der Platten-Industrie (NICHT: Musikindustrie, der geht es nämlich gut - habe ich gelesen ;)).
Freut euch über gute Musik, die wird es IMMER geben, so oder so!
Chimpie 13.04.2004 | 21:09:18
"DA!"
Ey - und so schlimm kann das Gejammer in Wirklichkeit auch nicht sein. Ich kenne zufällig jemanden der für ein sehr großes Label Video und Radio Promotion macht. Und dieser jenige welcher kriegt einfach sein "altes" (2 Jahre) supergeiles Firmenauto weggenommen und ein neues (nagelneues) noch supergeileres Firmenauto vor die Tür gestellt.. Wo sind die Relationen zu dem Gejammer? Oder hat da einer den Knall immernoch nicht gehört?
ultra_dirk 15.04.2004 | 01:06:09
aua, chimpie!
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