
EMI streicht
Virgin München geht nach Berlin
06.04.2004, 19:30, Text:
Pascal Blum,
Pascal Blum
[27 Kommentare]
Was wir schon gestern kurz berichtet hatten und schon lange vorher in Insider-Kreisen getuschelt wurde, ist jetzt offiziell: Das Majorlabel EMI hat heute bekannt gegeben, dass die Münchner Niederlassung ihrer Virgin-Tochter geschlossen wird.
Wie die musikwoche.de heute berichtet, hat EMI Music Germany damit noch zwei Standorte in Deutschland, Köln und Berlin. Das Virgin-Label aus München gliedert sich an die Berliner Büros der Labels Mute und Labels (beides auch EMI-Töchter) an, Tina Funk und Christof Ellinghaus übernehmen die Leitung aller drei Labels. Dass von München nach Berlin gezogen wird, sorgt natürlich für weiteres Rätselraten über die Zukunft des Pop-Standortes Köln, der zuvor als neue Heimat für die Virgin gehandelt wurde.
In Berlin und Köln werden künftig rund 190 Menschen arbeiten, 60 weniger als bisher.
In der deutschen Musikbranche sind in den letzten sechs Wochen annähernd 600 Stellen abgebaut worden. EMI hatte letzte Woche angekündigt, weltweit insgesamt 1500 Stellen zu streichen.
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groovelastig 06.04.2004 | 19:38:22
! geh doch nach berlin ..
(wohin deine leute ziehn)
psychonaut 06.04.2004 | 19:50:38
"... dynamische Veränderungen im Markt ..." klingt gut
turntable 06.04.2004 | 23:05:25
Berlin ?
Klasse, dann sind ja bald alle da. Mauer drum und dann können die sich mit ihrem Apple-Elektro-Geklicker schön gegenseitig auf den Sack gehen...
Some Friendly 07.04.2004 | 10:36:34
total besch... find ich das. mehr fällt mir dazu nicht ein!
strickliesel 07.04.2004 | 11:09:10
traurig für die angestellten, aber zwangsläufig und gerecht, wenn man jahrelang nur herz- und lieblosen dreck veröffentlicht!
morus 07.04.2004 | 11:20:39
interessant der artikel bei spiegel.de zur musikbranche. in gb und usa steigen die verkäufe wieder, nur d ist weiterhin im freien fall.
supergreg 07.04.2004 | 11:20:58
"herz- und lieblosen dreck" - wie doof muss man eigentlich sein für so eine Pauschalisierung.... traurig!
strickliesel 07.04.2004 | 11:24:14
aktuelle VÖ's laut virginmusic.de:
janet jackson, blue, atomic kitten
ich brauch das jedenfalls nicht....
getupkid 07.04.2004 | 11:24:59
i wanna see movies of my dream
strickliesel: unsinn - da kamen in den letzten jahren absolut vernünftige sachen wie die sterne, too strong oder richard ashcroft raus.
supergreg 07.04.2004 | 11:40:27
Nur mal so aktuell oder aus der letzten Zeit:
APC - Thirteenth Step !!!
NERD - Fly Or Die
CRACKOUT - Oh No
PLACEBO - Sleeping With Ghosts
LOCKDOWN PROJEKT - LDP
COURTNEY LOVE - Americas Sweetheart
supergreg 07.04.2004 | 11:48:04
BRMC - Take them on...
wichtig. vergessen.
Und mal davon abgesehen kommen alle Mute-Veröffentlichungen über Virgin raus: Auf Der Maur, Phoenix, Air, Nick Cave, Zoot Woman, usw usw. usw.
creation 07.04.2004 | 11:51:10
Fortunist
War/ist nicht Hut Recordings ein Unterlabel von Virgin ?? Wenn ja, dann hatten die ein ganz hervorragendes output.
supergreg 07.04.2004 | 11:52:04
Wir sind Helden.
supergreg 07.04.2004 | 11:53:06
Caesars.
schunkel 07.04.2004 | 11:53:10
Bis vor kurzem hatte vigin auch noch eine gut surfbare Website mit brauchbaren Infos und VÖ-Plan. Die neue ist furchtbar.
@creation
Hut war ein Unterlabel. Die Pumpkins kamen da raus.
supergreg 07.04.2004 | 11:57:50
Chemical Brothers.
supergreg 07.04.2004 | 11:58:26
The Sleepy Jackson.
Fountains Of Wayne.
Prodigy.
Madrugada.
Jon Spencer Blues Explosion.
Phantom/Ghost.
So könnt ich ewig weitermachen ;)
supergreg 07.04.2004 | 12:00:50
David Guetta.
Console.
Gomez.
Ich hör jetzt auf.
supergreg 07.04.2004 | 12:02:41
Lenny Kravitz, wers mag.
So. Schluss.
strickliesel 07.04.2004 | 12:02:56
ach mein gott, da bin aber wohl jemand auf die füße getreten!
worauf ich lediglich hinaus wollte: wenn als marktwirtschaftlich Unternehmen gar nicht bzw. viel zu spät auf eine völlig veränderte marktsituation reagiert, muss man sich nicht wundern. darüberhinaus machen die ja auch nicht dicht, sondern ziehen nach berlin wie warner aus hamburg ja ebenfalls.
bitte auch nicht alles durcheinander bringen: hier geht es um das label virgin music und nicht um den vertrieb! soweit ich weiß 2 Paar Schuhe.
supergreg 07.04.2004 | 12:15:28
Nein, nicht auf die Füsse getreten. No worries :-) Das ist aber auch keine marktwirtschaftliche Diskussion, sondern eine musikalische! Und übrigens: Warner ist NICHT nach Berlin gezogen, sondern in Hamburg geblieben! siehe: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040331/berlin/story669313.html
supergreg 07.04.2004 | 12:20:23
Ich mag diese Berlin-Konzentration einfach nicht. Irgendwie finde ich es gut, dass Deutschland ein föderaler Staat ist, in dem viele Ballungszentren die Chance haben, "internationales" Flair zu gewinnen durch die Ansiedelung von diversen Firmen, Sendern, Clubs oder Messen. Bald komme ich mir vor wie in zentralen Staaten wie Frankreich oder GB. Ich finde gut verteilte Ballungsräume gut, da man nicht immer über 500 KM fahren muss, um mal richtig einen draufzumachen.
getupkid 07.04.2004 | 12:30:46
i wanna see movies of my dream
außerdem stehen - auch wenn die virgin nur umzieht - in münchen sicherlich trotzdem ein gutes dutzend angestellter auf der straße.
psychonaut 07.04.2004 | 14:50:33
Angesichts der wirtschftlichen Scheäche der Hauptstadt tun solche Umzüge der Region durchaus gut. Rein wirtschaftlich betrachtet, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich ein Wegzug aus München (Virgin, MTV) oder Hamburg (Universal) in diesen Städten großartig bemerkbar macht. Das es den musikalischen Standort schwächt und für viele Angestellte tragisch ist, steht auf einem anderen Blatt.
Und Hut wird übrigens ganz eingestellt.
Wolpers 07.04.2004 | 15:07:04
--N--- --N----N---
berlin kann man ja nun überhaupt nicht mit london oder paris vergleichen. es wird schnell "zentralismus!" geschrien, aber gleichzeitig übersehen, wie viel aus berlin wegzieht. (von den anderen strukturschwächen mal ganz abgesehen!)
nichtsdestotrotz seh ich den umzug auch nicht positiv, weil dabei wieder einige menschen ihren job verlieren. und ich denke, berlin bringt der umzug weniger wirtschaftliche impulse, sondern eher einen symbolischen gewinn.
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