Elektro-Kultur an der Brutstätte

c/o pop erklärt den Plan

01.04.2004, 19:20, Text: Carsten Schumacher, Carsten Schumacher

"Jedes Jahr zieht es die Welt der elektronischen Popkultur an ihre Brutstätte. Return to Sender.", steht auf den Plakaten, die aus Anlass der Pressekonferenz aufgehängt wurden. Sebastian Tautkus, Kommunikationsminister des neuen Kölner Festivals, zitiert direkt zu Beginn aus dem bisherigen Presse-Echo auf die jüngsten Aktivitäten in der Post-Popkomm-Stadt. "Zurück zu den Anfängen" schrieb die Süddeutsche, "Zurück in die Zukunft" die FAZ. Man beschwört den Idealismus und präsentiert sich "ohne Rücksicht auf Verwertungsinteressen". Solche Brutstätten haben wir gerne.

17 Tage lang soll die Feierei in Köln andauern.

Denn: Der traditionelle Augusttermin der Popkomm sei international vorgemerkt, Köln hat den Raum und nicht zuletzt genügend musikalische Akteure, um alle wichtigen Strömungen abzudecken. Doch Obacht! liebe Rummelplatzliebhaber, es wird kein "bunter Strauß der Melodien", so Tautkus. Der Adresscharakter des Festivalnamens verrate viel Platz für "Untermieter", jedoch geht es bei aller wirtschaftlichen Vernunft nicht um einen Marktplatz der Wahllosigkeit. Das musikalische Programm kommt aus Bewährung, aus den Clubs.

Module, Konzepte, Medienpartner. Das Kulturamt der Stadt sucht Subventionen, mit der Kunsthochschule für Medien und dem traditionellen S.O.M.A.-Festival wird kooperiert. Medienpartner sind auch schon einige dabei (natürlich auch Intro) und weiter wird gesammelt. Man müsse Geduld haben und wolle sich nicht verzetteln, so der realpolitische Tenor, sonst wird es eine kurze Zukunft. Über die Einflechtung des Businessbereiches auf dem kurz ‚MEM - Music, Entertainment & Media' betitelten Fachkongress, soll in Kürze auf einer gesonderten Pressekonferenz berichtet werden. Vielleicht lässt sich ja auch bis dahin noch ein zu findender Hauptsponsor präsentieren.

Startschuss ist allerdings ganz gewiss der 08. August. Dann nämlich findet im Jugendpark rechtsseits des Rheins erneut das im letzten Jahr von der Wasserburg Geretzhoven herbeigezogene S.O.M.A-Festival statt, innerhalb dessen auch ein kostenloses Intro Intim veranstaltet wird. Mia. sind dafür bereits bestätigt, aber andere werden noch folgen. Es ist ja, soviel ist klar, ein auf Wachstum angelegtes Festival.



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