
Backstreet Boys verklagen Zomba
Im WWW unrechtmäßig benutzt
27.11.2002, 12:12, Text:
Christian Wessels,
Christian Wessels
Die Backstreet Boys haben ihre Plattenfirma Zomba verklagt und verlangen 100 Millionen Dollar von dem mittlerweile zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Musikunternehmen. BB-Anwältin Carla Christofferson sagte, die Plattenfirma habe das Markenzeichen der Backstreet Boys im Internet unrechtmäßig benutzt, um Aufmerksamkeit auch auf andere Webseiten zu lenken. Die Firma hätte aber das Markenzeichen nur zur Verkaufsförderung verwenden dürfen. Zudem sei den Backstreet Boys ein Vorschuss entgangen, der ihnen zugestanden hätte, falls sie ihr viertes Album bis zum April 2002 in voller Gruppenstärke aufgenommen hätten. Doch Zomba habe es den fünf Bandmitgliedern unmöglich gemacht, die Frist einzuhalten, da die Plattenfirma die Zustimmung von Produzenten und Komponisten zurückgehalten habe.
Die Übernahme von Zomba durch Bertelsmann ist seit gestern ürbigens auch perfekt. Der Kaufpreis beträgt 2,74 Milliarden Dollar (2,76 Milliarden Euro) und ist damit doch deutlich niedriger, als zunächst vermutet wurde. Keine Angaben macht Bertelsmann derzeit zur Frage, wie Zomba innerhalb des Konzerns eingegliedert werden soll. Allerdings betonten Konzernchef Gunter Thielen und BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz, wie sehr der Musikarm von Bertelsmann durch diese Übernahme gestärkt wird.
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