Thomas Bangalter verteidigt 'Irreversible'

Daft Punk Musiker äußert sich zur Kontroverse

07.09.2002, 11:00, Text: Anna M Stiefvater, Anna M Stiefvater

Für heftige Kontroversen sorgte der bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes uraufgeführte Streifen \\"Irreversible\\" des Regisseurs Gaspard Noé, zu dem Daft Punk-Mitglied Thomas Bangalter den Soundtrack beisteuerte. Der Film, der sich mit dem Thema Rache auseinandersetzt, schockierte Besucher durch wahnwitzige Kameraführung und extreme Gewaltszenen. Insbesondere eine neun Minuten dauernde Szene, in der die Vergewaltigung und Ermordung der weiblichen Hauptfigur gezeigt wurde, löste bei der Premiere Proteste aus - 250 Zuschauer sollen den Saal verlassen haben, weitere mussten wegen drohender Ohnmachtsanfälle ärztlich versorgt werden.

Neben der Kameraführung wird auch Bangalters Soundtrack als wesentlicher Aspekt der von schockierten wie auch von begeisterten Kritikern als \\"unerträglich\\" bezeichneten Szenen ausgemacht.
Anlässlich der Begutachtung des Films durch die British Board Of Film Classification (dem britischen Pendant zur FSK) verteidigte Thomas Bangalter nun die Gewaltdarstellungen: \\"Yeah it's unbearable, it's horrible, but Gaspard is everything but a fascist. It's violent all the way, but to me free violence is when you accept it more and more. Here you are in front of something where you can't accept it and you can't support it, which is pretty much like how violence is when it's real and happening to you.\\"

Daft Punk arbeiten inzwischen an einem neuen Album, das Mitte 2003 erscheinen soll.



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