Coldplay bekommen Grammy

Alicia Keys und U2 dominieren

28.02.2002, 12:14, Text: MichaelMKrumbein, MichaelMKrumbein
[7 Kommentare]

Hin und wieder erlebt man bei den Grammy Award Gewinnern dann doch eine Überraschung. Und als solche kann der Preis für Coldplay in der Kategorie \"Best Alternative Album\" gewertet werden. Coldplay setzten sich mit \"Parachutes\" gegen Radioheads \"Amnesiac\", Björks \"Vespertine\", Tori Amos' \"Strange Little Girls\" und Fatboy Slim \"Halfway Between The Gutter And The Stars\" durch. Große Gewinnerin des Abendsds war allerdings Alicia Keys. Die R&B-Sängerin konnte sich fünf Preise sichern. Sie gewann unter anderem in der Hauptkategorie \"Song des Jahres\" und \"Beste neue Künstlerin\". Mehr als fünf Grammys, die von der National Academy of Recording Arts & Sciences vergeben werden, hat noch keine Frau bei einer Preisverleihung gewonnen.

Vier der Musikpreise holten sich in der Nacht zum Donnerstag U2. Bestes Album des Jahres wurde der Soundtrack zu der Hollywood-Südstaatenkomödie \"O Brother, Where Art Thou?\". Die Musik zum Soundtrack von \"O Brother\" war von zahlreichen verschiedenen Künstlern eingespielt worden, unter ihnen der 75-jährige Banjo-Spieler Ralph Stanley, die Bluegrass-Musikerin Alison Krauss und Country-Veteranin Emmylou Harris. Outkast siegten in der Kategorie bestes Rap-Album und gewann mit \"Ms. Jackson\" auch den Grammy für den besten Rap-Song.
In seiner Ansprache nutzte der Präsident der Recording Industry Association of America, C. Michael Greene, die Gelegenheit, noch einmal das Herunterladen von Musik und das Brennen von CDs zu verurteilen. \"This illegal file-sharing and ripping of music is pervasive, out of control and it's oh so criminal\", sagte Greene. Und: \"The industry complains that record sales are plummeting and profit margins are thin, largely because of the illegal swapping of music files over the Internet.\"

Zur Grammy Homepage mit den Gewinnern



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  • User: everpure
  • everpure 28.02.2002 | 22:43:27

    "... and it's oh so criminal"

    ach je! wie theatralisch! die arme musikindustrie... bitte nicht schon wieder dieses geweine. gerade die riaa hat sich ja kürzlich mit einer tollen selbst in auftrag gegebenen studie neue rechtfertigung gekauft.

    arschgeigen alle miteinander. zum kotzen. ein grund mehr, diesen ganzen award-dreck zu vergessen.

  • User: everpure
  • everpure 28.02.2002 | 22:50:22

    und hier die quelle zur meldung mit der riaa-studie:

    http://www.heise.de/newsticker/data/jk-26.02.02-000/

  • der schöne dienstag 28.02.2002 | 22:57:47

    ein minus von gerade mal 0,7 milliarden us dollar wird bejammert wie der weltuntergang.
    wenn man dagegen mal einen spiegel artikel zum thema selbstverbranntes geld anschaut.

    "Auf gerade einmal eine Million Dollar Umsatz kamen im letzten Jahr die kommerziellen Dienste der Musikindustrie - alle zusammen. Dem, behauptet die Unternehmensberatung OC&C Strategy, stehen knapp vier Milliarden Dollar Investments gegenüber. Das rechnet sich nicht wirklich."

  • der schöne dienstag 28.02.2002 | 23:03:28

    kleiner annex
    klar sind da die tauschbörsen dran schuld, dass man sich den track lieber einen monat vor releastermin bei denen zieht, als bei der industrie zum vö gegen geld.
    aber das ist einem guten geschäftsmann ja auch wohl klar, bevor er 4 milliarden investiert...

  • User: everpure
  • everpure 01.03.2002 | 01:03:11

    ich darf gar nicht daran denken, wie viele cds ich schon gekauft habe, nachdem ich sie mir bei napster, kazaa & co. gesaugt und für schön befunden hatte...

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