
Michaels Gala: So war's
Marlon Brando ausgebuht, Gerüchte um Jackos Geldsorgen
10.09.2001, 13:16, Text:
Eric Leimann,
Eric Leimann
Freitagnacht hat sie stattgefunden, die im Vorfeld viel diskutierte Gala zum 30-jährigen Bühnenjubiläum Michael Jacksons. Es war der erste Live-Auftritt Jackos in den USA seit über 10 Jahren. Doch das Publikum in New Yorks Madison Square Garden musste sich lange gedulden bis der King of Pop die Bühne erklomm. Nach über einer Stunde Verspätung war es an Usher, Mya und Whitney Houston, mit einem Cover von \"Wanna Be Startin' Somethin\" den Abend zu eröffnen. Wie man hört, soll Whitney hierbei eindeutig als stimmliche Siegerin hervorgegangen sein. Unmittelbar danach folgte einer der wohl peinlichsten Momente des Abends. Alt-Star Marlon Brando palaverte langatmig über die Wohltaten Michaels im Zusammenhang mit Sorgen und Nöten der Kinder dieser Welt.
Marc Anthonys Crooner Version von \"She's Out of My Life\" oder der Auftritt von Destinys Child im Jackson Outfit sollen Spaß gemacht haben. Die Cabaret-Gospel-Version von „You Are Not Alone“ mag in der Transformation Liza Minellis ein eher bizarres Schauspiel geboten haben. Ebenso peinlich soll die nicht enden wollende Tour de Force der Videogrüße und Gratulationen an Jacko über die Videoleinwand gewirkt haben.
Doch es gibt Hoffnung für Jackson. Die Reunion der Jackson Five, der erste gemeinsame Auftritt der Brüder seit 1984, wurde von der amerikanischen Kritik positiv aufgenommen. Der nachfolgende Soloauftritt Jackson enttäuschte diejenigen, die auf neues Material gehofft hatten. Bis auf die bereits im Radio rotierende neue Single „You Rock My World“ gab es nur Klassiker zu hören. Auch bei den Tanzschritten griff Jackson ausschließlich in die Retro-Kiste: Moonwalk, der hinfort fliegende weiße Handschuh – alles zur Genüge durchgenudelt in den vergangenen Jahrzehnten der Kingschen Bühnenpräsenz.
Vom Erfolg der Ende Oktober erscheinenden neuen Michael Jackson CD „Invincible“ hängt vielleicht nicht weniger als die wirtschaftliche Existenz des bizarren Künstlers ab. Massiven Gerüchten zufolge soll sich Jackson aufgrund seiner enormen Kosten für den Unterhalt seines Imperiums in Geldnöten befinden. In einem Bericht der New York Post heißt es, dass sich der Sänger bei einer nicht genannten Bank 200 Millionen US-Dollar geliehen habe. Diese Summe müsse er zu einem festgelegten Zeitpunkt zurück zahlen. Als Sicherheit für den Kredit habe der „King Of Pop“ die in seinem Besitz befindlichen Beatles-Songrechte eingesetzt.
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