Entspannte Atmosphäre in Roskilde

Sicherheitsmaßnahmen zahlten sich aus

02.07.2001, 16:05, Text: Till Stoppenhagen, Till Stoppenhagen

Beim Roskilde Festival ist am gestrigen Abend nach sechs Tagen für das Jahr 2001 der Vorhang gefallen. Abgesehen vom bedenklich starken Andrang beim Konzert der Rocklegende Neil Young verlief das Festival laut Polizei und Sanitätern ohne Zwischenfälle. Dies lag nicht zuletzt an den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Nach der Tragödie im Vorjahr, bei der neun Menschen zu Tode gedrückt wurden, hatte man den Platz vor der riesigen Orange Scene dieses Jahr mit massiven Absperrungen versehen, die einen zu großen Besucheransturm verhindern sollten.

Insgesamt wurden etwa 2,6 Millionen Mark in zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen investiert, so Festivalchef Leif Skov auf der abschließenden Pressekonferenz.

Die neue Sicherheitspolitik des Roskilde Festivals, die unter anderem auch ein generelles Crowdsurfing-Verbot einschloss, stieß bei einem Großteil der 65.000 Besucher auf Zuspruch. Allerdings vermissten laut der Presseagentur dpa einige Besucher die „richtige“ Festivalatmosphäre. Sie fanden die Stimmung auf vielen Gigs zu ruhig. So äußerte sich auch der 27jährige Robbie aus London: „Ich sagte doch, keiner geht aufs Klo!“, war seine selbstironische Forderung an die etwa 40.000 Leute, die sich seinen Auftritt am Freitagabend ansahen – dem temperamentvollen Ex-Take That Star ging es dort etwas zu beschaulich zu. Lediglich beim schwedischen Powerpopper Hakan Hellström und den deutschen Reimkönigen Fünf Sterne Deluxe soll wahrhaft ausgelassene Partystimmung geherrscht haben.



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