Neil Young wird verklagt

Da drehen sogar Pferde durch

02.05.2000, 18:11, Text: Autor unbekannt

Der eine ist froh, wenn überhaupt jemals seine Biografie erscheint, der andere tut sein Möglichstes, um eben das zu verhindern. Neil Young ist ein solcher. Schon zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts, also quasi 1990, schloss er einen Vertrag mit einem Verlag und dem Journalisten Jimmy McDonough, in dem er seine Biografie absegnete, die McDonough unter tatkräftiger Unterstützung des Musikers schreiben wollte. Fortan widmete dieser sein Leben dem Buch und schrieb einige Zeit. Ganze acht Jahre zogen ins Land, ehe er - also quasi 1998 - das Manuskript für "Shakey: The Biography Of Neil Young" einreichte. Neil Young distanzierte sich prompt von dem Vertrag und setzte alles daran, dass das Buch nicht zur Veröffentlichung kam.

Jimmy McDonough ist verständlicherweise betroffen und sieht vor seinem geistigen Auge vermutlich einige Jahre seines Lebens im Strudel des Nichts verschwinden. Sein Anwalt sieht anders, und zwar mindestens ein Recht, das Buch zu veröffentlichen. Young, so er, verhalte sich falsch und habe keinen Grund, sich gegen die Biografie zu stellen. Jetzt verklagt er den Musiker auf 1,8 Millionen Dollar. Der hat sich bis dato noch nicht explizit zu dem Thema geäussert.



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