Der Bodensee brennt.

Rock am See, Nachlese

19.07.1999, 11:47, Text: Autor unbekannt

1800 km Fahrstrecke, 40 Std. Arbeit und den hitzebedingten Verlust einiger Liter Körperflüssigkeit liegen nach dem Besuch des diesjährigen 'Rock Am See' -Festivals hinter uns. Das wunderschön gelegene Bodenseestadion, Kaiserwetter mit Temperaturen von bis zu 35°C (im Schatten), sowie 25.000 begeisterte Zuschauer gaben der Veranstaltung im smarten Bodenseestädchen Konstanz einen würdigen Rahmen. Die Gilde der auftretenden Künstler wollte diesen wunderbaren Bedingungen natürlich in nichts nachstehen und präsentierte sich von ihrer besten Seite. Allen voran SKUNK ANANSIE, denen nicht zuletzt wegen ihres famosen 'Meet & Greet'-Auftrittes am INTRO-FESTIVALGUIDE Stand ein besonderes Lob gebührt, rockten mächtig das Haus.

Nahezu eine halbe Stunde lang erfüllten Ace, Cass, Mark und Ausnahmesängerin Skin mit Hingabe jeden Autogrammwunsch und stellten sich ihren Fans für gemeinsame Fotos und zum Gespräch. Auch bei READYMADE und LIQUIDO warteten die Fans bereits eine gute halbe Stunde vor der angekündigten Zeit auf das Erscheinen der Künstler am INTRO-Zelt. In der Publikumsgunst ganz weit vorne waren auch DIE FANTASTISCHEN VIER und LENNY KRAVITZ, die das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen konnten. Letzterer fiel allerdings durch seine mit Rock-Klischees angehäufte, ansonsten aber perfekte Show ein wenig negativ auf. Selbstherrliche Ansagen und minutenlange Soli einzelner Instrumentalisten dehnen zwar die Spielzeit, wollen aber nicht mehr so recht in die heutige Zeit passen. Der Unmut über den Ausfall der STEREOPHONICS und CREED hielt sich in Grenzen, zumal diese durch READYMADE adäquat ersetzt wurden. Enttäuscht waren wir von der Preisgestaltung des Essens-Angebots. DM 6,- für 12 (Tortellinis) in kaum wahrnembarem Knoblauchoel sind deutlichst zu teuer! Abgesehen von der Tatsache, daß wir nicht wie gewohnt mit unserem Lilalaune-Bus vorfahren konnten (die Durchfahrtshöhe des Marathontores ließ ein Einfahren ins Stadion leider nicht zu) traten wir geschlaucht, aber durchaus mit einem guten Gefühl die Rückreise in unsere Redaktionsheimat an. C.S.



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