Web 2.0 und so...

Mobil, dynamisch, anstregend!

24.03.2007, 10:00, Text: Moritz Sauer

Woher weiß Mutti, dass ich gerade bei Dr. Müller bin? Ach so, Mist, via Funkzellenortung und Plazes.com. Und hey, warum tummeln sich plötzlich so viele Touris in meinem schnuckeligen Lieblingsrestaurant? Ob eine Qype-Empfehlung daran Schuld trägt?

Sind wir nicht alle ein bisschen beta? So wie die schon fast drei Jahre alte Community von Plazes.com. Plazes.com gilt derzeit als die hippste Community für mobiles, ortsbezogenes und offengelegtes Leben. Plazes bezeichnet man im Web 2.0 als Geo-Community-Plattform. Das deutsche Vorzeige-Web 2.0-Projekt unterstützt die mobile soziale Navigation, verbindet Orte mit Menschen und hilft beim Tracking von Freunden und Bekannten. Mutti könnte so immer genau Bescheid wissen, wo Du Dich gerade wieder herumtreibst. Damit Sie an Deinen Füßen klebt, benötigt sie Breitband. Alles andere versagt angesichts der Datenvielfalt. Wer noch mehr hinter die Kulissen und Ideen von Plazes.com schauen möchte, der beäugt das spannende Interview von Kollege Mario Sixtus. Als elektrischer Reporter navigierte er einen der Gründer in seinem VideoCast-Interview vor seine Kamera.


Interessant an neuen Services wie Plazes.com ist die Tatsache, dass Menschen immer öfter ihr privates Leben im Netz spiegeln. Das Second Life jenseits festen Untergrundes unterschätzen sicherlich die Meisten. Fakten, Daten und Informationen liefern Benutzer gerne, in erster Linie weil solche Services den eigenen Spieltrieb packen. Außerdem darf man auch nicht Internet-Hypes und sozialen Druck vergessen, der da unterschwellig mitschwingt. Wer hat heute noch keine MySpace-Website?

Wo Daten letztendlich landen, ob bei geheimen Nachrichtendiensten oder kommerziell Interessierten, vergisst man da beflissentlich. Spätestens beim nächsten Besuch eines virtuellen Kaufhauses wundert man sich, dass die Produktangebote so perfekt zu passen scheinen.

Daten sammelt auch das intelligente Angebot qype.de. Diese organisiert das Portal aber nicht automatisch über Software, sondern analog über seine Benutzer. Das Stichwort lautet \\\\\"user-generated-content\\\\\". Das allseits geliebte Schlagwort meint soviel wie: Warum selbst Inhalte erstellen, wenn wir doch unsere Nutzer die Arbeit überlassen können? Exakt, und genau diese Möglichkeit bietet Qype auf eine sympathische Art und Weise. Der Service bedient uns nämlich auf Reisen mit Informationen zu Restaurants, schnieken Cafés oder einem exquisiten Club des Nachtgeschehens. Anstelle Journalisten und Tester loszuschicken oder PR-Texte einzuspeisen, geben uns \\\\\"normale Bürger\\\\\" Tipps, wo es den schmucksten Platz in Bremen gibt.

Anstatt also demnächst in einer fremden Stadt wieder schnurstracks in den nächstbesten Starbucks zu latschen, weil man sich nicht auskennt, informiert Ihr Euch lieber auf qype.de, was das nächste Reiseziel so bietet.

Wer angesichts des Ganzen Stresses eine Pause bleibt, dem sei www.alleinr.de empfohlen. Groß, beruhigend und sehr entspannend. Anschließend empfehle ich nur noch einen kurzen Besuch hier.


Moritz \\\\\"mo.\\\\\" Sauer ist Musikliebhaber und Internet-Addict mit Herz und Seele. Als freier Journalist und Buchautor betreut der Kölner sein eigenes Netzkultur-MP3-Magazin Phlow. Für Intro berichtet mo. regelmäßig über neue Web-Trends.



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