Arcade Fire

und der böse Erfolg

21.02.2007, 13:11, Text: Peter Flore
[11 Kommentare]

Immerhin: Die Vorschusslorbeeren für das neue Arcade Fire-Album könnten nicht reichhaltiger ausgefallen sein, Win und Regine blicken vom Cover des deutschen Rolling Stone, die Rezensionen für den 'Funeral'-Nachfolger sind allenthalben quasieuphorisch ausgefallen. Am 02.03. dann erscheint 'Neon Bible' und vielleicht sind die Kanadier ja dann auch zu noch Höherem als den reinen Indie-Weihen berufen.


Geht es nach Win Butler, befände man sich bei einem etwaigen Mainstream-Chart-Erfolg aber in unliebsamer Nachbarschaft zu den Dinosauriern U2, Oasis oder, Gott bewahre, den Stones. Deren Marketingmethoden verabscheut Butler nämlich geradezu, wie er jetzt dem englischen NME verriet, wobei er etwas außer Acht ließ, dass gerade die großmäulige Postille gerne kübelweise Wasser auf die Mühlen des UK-Gockelzirkus schüttet. \\\\"It's not like we shun success, but at the same time we don't' want to shove it down people's throats. In the UK there's this kind of rock star competition,\\\\" so Butler. \\\\"I don't know if U2 started it, or The Stones or Oasis but a lot of bands think in terms of: 'I'm going to be the biggest band in the world. Fuck all those bands who've got no ambition'. I think that's a total crock of shit.\\\\" Die U2-Werdung also, jene Krankheit der zuletzt ja vor allem Coldplay erlagen, während Bloc Party noch gekonnt von der Schippe sprangen, als unliebsame Nebenwirkung des kommerziellen Erfolges? \\\\"There's nothing less interesting to me than the idea of marketing the fuck out of something so people are forced to like it. Some bands are just manipulating people to buy music. That's how 90 per cent of the record industry works! It's basically the same as selling a fucking toaster or a cruise package.\\\\"

Fassen wir also zusammen: Man kann sich 'Neon Bible' ohne größere Gewissensbisse zulegen. Die groß angelegte Arena-Tour mit Neon-TV-Screens oder eine Zehn-Minuten-Couch-Appearance bei Wetten, dass…!? stehen weiterhin nicht zur Diskussion. Puh.



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  • homi 22.02.2007 | 08:08:06

    Zur Disskussion standen für arcade fire aber wohl ein support für u2 in Stadien sowohl als auch eine Verlegung des eingenen Konzertes ins Palladium statt 2 gigs zu spielen. Also wird es nicht mehr lange dauern bis auch der arcade.fire fanclub
    100 $ nur für die teilnahme am ticket- presale verlangt wie z.zt. The Police.
    Aber mit guten absichten sind ja schon viele gestartet, auch pearl jam (jetzt 60 EUR ohne grosse bühne dafür in der ltu arena...)

  • Der_Überspitze 22.02.2007 | 08:33:00
    ab sofort auch in Ihrer Nähe!
    Am Besten bringen sie einfach keine guten Platten mehr raus, dann lässt auch der Erfolg nach.

  • zausel 22.02.2007 | 08:52:32

    und wenn doch, sollte die band ihre fans bitten, diese nicht zu kaufen.

  • gratisbeilage 22.02.2007 | 09:52:32
    broker than thou
    ach, er spricht das aus was mich an den gehirnamputierten gallgher-brüdern und ihrer uuuunneeeendlich langweiligen musik immer gestört hat.

  • User: Oleandah
  • Oleandah 22.02.2007 | 10:12:53

    Das Kölner Konzert ist zumindest schonmal von der Live Music Hall ins Palladium verlegt worden.

  • zausel 22.02.2007 | 10:42:06

    au weia, palladium geht ja mal gar nicht. schade für die band. kann denen nicht mal jemand stecken, dass diese halle das grauen ist?

  • zausel 22.02.2007 | 15:08:38

    aber hallo, und wie das pillepalladium schlimmer ist.

  • retox 22.02.2007 | 15:13:28
    haltbar bis 30.09.08
    na ja, ich find die lmh schon so was von schlimm, dass der sprung ins palladium nur marginal ist. also letztendlich nur ein schritt(chen), kein sprung. aber das ist wohl ansichtssache.

  • User: LucTonnerre
  • LucTonnerre 22.02.2007 | 15:23:41

    find das palladium jetzt auch nicht sooooooo schlimm....muse waren echt ok da...

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