
Web 2.0 und so...
Ein büsschen German Cloning!
10.02.2007, 16:00, Text:
Moritz Sauer
[2 Kommentare]
Wenn's ums Web geht, sind die Deutschen nicht die Schnellsten. Den Takt geben andere vor. Meist die Amis. Zahlreiche Entwicklungen in der Internet-Entwicklung schwappen immer wieder vom nordamerikanischen Kontinent herüber. Deutsche Entwickler verlegen sich da lieber auf's Kopieren und Klonen.
Mein Psychologie-Prof meinte immer: \\\\\"Kapieren, nicht kopieren!\\\\\" Gleiches würde ich einigen Software-Entwicklern in der Republik am liebsten ständig an den Kopf werfen. Anstelle sich etwas eigenständiges auszudenken, wird fantasielos plagiiert und fernkopiert. Fangen wir mit dem schrecklichsten Klonschaf an: studiVZ. Deren Betreiber sind nicht nur unsympathisch, sondern insgesamt die uninspiriertesten Plagiatoren überhaupt. \\\\\"Abgeschaut\\\\\" wurde dreist vom amerikanischen Facebook. Ähnlichkeiten liste ich erst gar nicht auf und die ganze Geschichte gibt es an anderer Stelle. Nur so viel: Das Kopieren wurde belohnt.
Ching, Chang, Chong, Mister Wong! Ja, so ein Bookmark-Service ist 'ne feine Sache, und darum wächst gerade ein deutscher Favoriten-Verwalter nach dem anderen aus dem virtuellen Grund. \\\\\"Social Bookmarking\\\\\" wurde das Kind vor einiger Zeit getauft und die Weisheit der Masse heraufbeschworen. Denn wir dürfen jetzt fleißig online die eigenen Favoriten verwalten und mit Schlüsselwörtern versehen. Dabei bieten die Services nicht nur einen Mehrwert, sondern es lassen sich gewieft Vernetzungen, Netzwerke und Zwischenbeziehungen aufbauen und herstellen. \\\\\"Folksonomy\\\\\" heißt das im Fachjargon. Dieses gemeinschaftliche Indexieren hilft einem beim Stöbern und ergibt den Effekt: Wenn Du das hier magst, magst Du vielleicht auch jenes. Genau, kennen wir von Amazon. Dort funktioniert das auch wunderbar. Abgeschaut wurde von allen Linksammelbüchsen bei del.icio.us, nur das Amerikaner es verpennt haben ihren Service auch in verschiedenen Sprachen anzubieten. Übrigens taugen diese Services oft auch hervorragend als Suchmaschine - zum Beispiel für MP3s.
Zum Schluss gibt es nach dem ganzen Lamentieren aber noch ein Schmankerl und einen vielversprechenden Kandidaten auf dem Treppchen nach oben: image looop. Der Service kommt aus Köln und als Rheinländer freut man sich leicht patriotisch: \\\\\"Ist ja gar nicht so schlecht!\\\\\". Ne, eigentlich sogar \\\\\"ziemlich joot, dat Janze.\\\\\" Denn auch wenn image looop auf den ersten Blick wie ein Flickr- bzw. Slide-Derivat aussieht, bietet der Service exzellente Funktionen, um die eigenen Bilder fluggs in eine Dia-Show zu verwandeln. Dafür stehen zahlreiche Effekte zur Verfügung, die mit simplen weichen Überblenden erst anfangen. Und wie es sich für Web 2.0 gehört, soll man seine Shows im eigenen Blog, MySpace-Dingens oder wo auch immer einbauen. Wie eigentlich alle Web 2.0-Werkzeuge ist auch image looop selbstverständlich kostenlos.
Moritz \\\\\"mo.\\\\\" Sauer ist Musikliebhaber und Internet-Addict mit Herz und Seele. Als freier Journalist und Buchautor betreut der Kölner sein eigenes Netzkultur-MP3-Magazin Phlow. Für Intro berichtet mo. regelmäßig über neue Web-Trends.
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racho78 10.02.2007 | 17:52:55
ein "büsschen" langweilig, diese alten news. smells like zweitverwertung.
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